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Wendlingen und die Windkraft

18.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ulrich Deuschle, Notzingen, REP-Kreis- und Regionalrat. Zum Artikel „Im Wald hat die Naherholung Priorität“ vom 17. Oktober. Bei der Veranstaltung des Regionalverbandes in Wendlingen zu den geplanten Windkraftanlagen im Wendlinger Wald wurde sehr schnell deutlich, dass die Mehrheit der Anwesenden sehr skeptisch gegenüber diesem Standort im Erholungsgebiet ist. Dabei dürfen die Kritiker dieses Standorts, der nicht von Wendlinger Seite, sondern vom BUND Kirchheim in die Planung eingebracht wurde, nicht pauschal als Gegner der Windkraft oder der erneuerbaren Energien insgesamt angesehen werden. Windkraft kann zum Beispiel in Küstennähe oder Meeresparks aufgrund des stärkeren Windaufkommens sowohl ökologisch als auch wirtschaftlich sinnvoll sein.

Die Region Stuttgart hat in den letzten Jahren eine verantwortungsvolle Windkraftpolitik betrieben und eine Verspargelung unserer Heimat verhindert. Mit der Teilfortschreibung des Regionalplans am 25. Juli 2012 hat die Regionalversammlung aber mit den Stimmen von CDU, SPD, Freien Wählern, Grünen, FDP und Linken gegen die Stimmen der Republikaner der Regionalverwaltung politische Vorgaben zur Nutzung der Windkraft gemacht und dadurch den von Bund und Land erzeugten Druck noch verstärkt. Mit der Senkung der Mindestwindstärke durch die Landesregierung auf 5,3 Meter pro Sekunde in 100 Meter Höhe sind auch Standorte in die Diskussion gekommen, die wenig windhäufig sind. Dabei besteht die Gefahr, dass Investitionsruinen wie in Simmersfeld bei Calw entstehen.

Es ist richtig, wenn sich die Bürger beizeiten Gedanken über die Sinnhaftigkeit solcher Projekte machen. Und es ist unbefriedigend, wenn ihr Wunsch nach echter Beteiligung immer damit gekontert wird, was sie alles nicht fragen dürfen. Es gibt aber keinen Grund zur Resignation. Die Bürger können ihre Anliegen selbst in die Hand nehmen und eine Initiative wie zum Beispiel im Schurwald oder auf der Buocher Höhe bei Waiblingen bilden. Dann werden sie eher gehört.

Leserbriefe

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