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Wasen – auf zu neuen Ufern

07.12.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eugen Schnell, Nürtingen. Neulich habe ich eine Nachbarin im Kroatenhof besucht, die schon älter ist und der es schwerfällt, ihr Leben wie früher zu gestalten und zu organisieren. Am selben Abend habe ich noch mit ihrer Tochter telefoniert, die circa 100 Kilometer entfernt wohnt. Sie erzählte mir von betreutem Wohnen in Holland. Dort haben die Senioren bevorzugte Wohngebiete mit Parks und kleineren Läden. Die Stadt hat die Regie für diese Läden und Treffpunkte übernommen.

Da ist mir der Gedanke gekommen, dass sich der Wasen gut für eine derartige Seniorenanlage anbieten würde. Die Stadt kauft das Gelände und errichtet Wohnanlagen für Senioren sowie kleine Läden, die zum Teil wie im Roßdorf von freiwilligen Helfern unterstützt werden. Darüber hinaus kann man noch bestehende Gebäude der ehemaligen Psychiatrie so umbauen, dass dort günstiger Wohnraum angeboten werden kann, zum Beispiel für Alleinerziehende. Ein Spielplatz, kleine Anlagen und ein Weg am Flussufer, der Platz hat für Spaziergänger und Radfahrer, sollte noch mit gestaltet werden. Das wäre eine Nutzung, die für dieses Neckarufer in meinen Augen ein kleines Juwel mit Vorbildcharakter werden könnte.

Ältere Leute bräuchten dann nicht so dringend ein Auto und damit wären auch nur wenige Tiefgaragenplätze nötig. Der Flussuferbereich kann somit als grünes Flussufer in viel größerem Maße erhalten bleiben. Das wäre eine 101. Tat von Herrn Fridrich, die in 101 Jahren noch Nürtingen bereichert. Für die Nürtinger Bürger muss hier am Neckarufer etwas Besseres gestaltet werden als sechs Wohnblocks mit 140 Wohnungen und eine riesige Tiefgarage. Auch haben die zukünftigen Bewohner dieses Areals etwas Besseres verdient als eine zehn Meter hohe Mauer an der Stuttgarter Straße zum Schutz vor Lärm und Abgasen, die abgesehen davon kein schönes Bild als Stadteingang bietet.

Die alten und neuen Nürtinger Gemeinderäte sowie unser neuer OB könnten und sollten Mut zeigen und an diesem Neckaruferbereich mit einer Neugestaltung zu neuen Ufern aufbrechen.

Leserbriefe

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