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Leserbriefe

Wann wird Projekt politisch gestoppt?

26.06.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hans Müller, NT-Oberensingen. Zum Leserbrief „Niemand übernimmt die Verantwortung“ vom 13. Juni. Ich kann Herrn Tempel nur beipflichten bei seiner Kritik an der Geldverschwendung durch unsere Politiker bei allen großen Projekten bei uns in Deutschland. Es geht immer um Millionen und sogar Milliardenbeträge und bei allen haben bisher bei Planung und Kostenschätzung alle Beteiligten sträflich versagt beziehungsweise wurden die Kosten schöngerechnet und von den Politikern ignoriert. Beim Bahnprojekt S 21 hat Herr Tempel einige gravierende Mängel des geplanten Tiefbahnhofs aufgeführt, aus einer langen Liste der Kritiker, die schon vor Jahren der damalige Projektleiter Azer selbst aufgelistet hat. Seitdem hört man von dem nichts mehr.

Es fehlen die Genehmigungen für das Wasser-Abpumpen und für den Brandschutz. Aber die Bahn tut so, als ob alles bereits geklärt und genehmigt sei. Es gilt weiterhin Fakten zu schaffen, um dann später Stadt und Land zu erpressen, weitere Gelder auszugeben, oder es bleibt eine wüste Brache im Zentrum der Stadt Stuttgart. Dass es nicht bei den bisher bekannten Gesamtkosten bleiben wird, ist inzwischen doch wohl jedem klar.

Das Allerschlimmste ist jedoch, dass unsere Politiker jeder Couleur Augen und Ohren verschließen und für alle nachweisbaren Mängel überhaupt kein Interesse zeigen. Es gilt das Prinzip „Weiter so!“. Inzwischen hat man den Eindruck, dass unser Protest in Stuttgart länderübergreifend Vorbild ist: man denke nur an die Türkei und jetzt auch in Brasilien, wo es auch um große Projekte geht, die mit Staatsgeldern finanziert werden sollen. Wie bei unserer zivilisierten Gesellschaft zu erwarten, sind die Proteste bei uns in Deutschland bisher von Seiten der Demonstranten friedlich geblieben, während von Seiten des Staates die Polizeieinsätze teilweise auch illegal und überzogen waren. Neueste Information ist, dass die Tunnelbau-Firma, die in Karlsruhe und beim Projekt S 21 arbeiten soll, Insolvenz angemeldet hat.

Das heißt doch wohl, dass man diese Firma dermaßen beim Preis gedrückt hat. Es dürfte klar sein, dass eine andere Firma, die das Projekt weiterführen soll, nur zu wesentlich höheren Kosten arbeiten wird. Und auf diesem System beruht das gesamte Projekt. Wir können uns auf einiges gefasst machen! Es sei denn, das Projekt wird endlich politisch gestoppt.

Leserbriefe

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