Leserbriefe

Vor der Wahl und nach der Wahl

08.08.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Helga Lorch, NT-Neckarhausen. Mitten in der größten Wirtschaftskrise in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland droht den Deutschen ein schizophrener Wahlkampf. Die Parteien CDU, SPD und FDP wissen ganz genau, dass an Steuererhöhungen kein Weg vorbeiführen wird. Doch sie behaupten das Gegenteil.

Sommer 1961: DDR-Staatschef Walter Ulbricht baute die Mauer. Acht Wochen später stand sie, die Mauer, und teilte 28 Jahre das Land. Der Westen, also die West-Deutschen, malochten wie Schwerstarbeiter auf allen Industrieebenen, um nach der Kriegspleite vorwärtszukommen und alles von den Siegermächten Zerstörte wieder aufzubauen. Im Lauf von 60 Jahren Wiederaufbau des Westens haben die meisten West-Deutschen ihr eigenes Vermögen hart erarbeitet. Und als die Mauer fiel, gab es wieder Versprechungen. Helmut Kohl sagte, die Einheit werde kaum etwas kosten, die Steuern auf keinen Fall steigen. Später stieg die Mineralölsteuer, die Mehrwertsteuer, der „Soli“ wurde eingeführt, die Sozialversicherungsbeiträge wurden x-mal rauf- und runtergeschoben und eine unvorstellbare Summe von 1,5 Billionen Euro floss nach Ost-Deutschland.

Die bis dahin gut gefüllten Sozialkassen des Westens wurden rücksichtslos geplündert. Alles für Aufbau Ost. Fährt man heutzutage durch die ehemalige DDR, glänzt der Osten. Autobahnen sind sechsspurig, Brücken und Dämme wurden gebaut. Muss alles neu sein? Das Alte wird nicht repariert, Dächer von Wohnhäusern werden mit Schiefer gedeckt. Wohl alles mit Subventionen. Man schaue sich nur mal Stralsund an, den Wahlkreis von Frau Merkel.

So ausgestattet ist die Burg Hohenzollern bei Hechingen in Baden-Württemberg nicht. Übrigens der Stammsitz des preußischen Kaiserhauses. Und wir im Schwabenland haben einen Regierungschef, Herrn Oettinger (CDU). Und diese Landesregierung hat es verschlafen, keine Planwirtschaft zu betreiben, sondern rechtzeitig Ansprüche im Bundesrat zu stellen, um ihr milliardenschweres Finanzierungsprojekt „Stuttgart 21“ zu sichern. Wohl die nächste Finanzierungspleite mit Geldern auf Pump. Das ist die deutsche Einheit!

Leserbriefe

Wird Ausgrenzung salonfähig?

Simon Kromer, Wendlingen. Zum Artikel „Der Sport darf sich nicht missbrauchen lassen“ vom 13. Mai. Die AFD ist mit Sicherheit eine streitbare Partei, was regelmäßige Eskapaden an ihrem politischen Rand immer wieder zeigen. Doch Herr Ernle hat weder in der Berichterstattung über ihn noch in dem…

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