Leserbriefe

Von Güterzügen und den hohen Kosten

30.07.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Monika Fügel, Neckartailfingen. Zum Artikel „Tunnelrohbau ist bis etwa Ende Juli fertig“ vom 12. Juli. Einige Leser der Nürtinger Zeitung waren beeindruckt von der sicherlich großen Ingenieurleistung, die auf der besuchten Baustelle vollbracht wird. Auch die neuesten Zahlen der Bahn waren überwältigend: 8,2 Milliarden Euro für S21 und 3,7 Milliarden Euro für die Neubaustrecke Wendlingen–Ulm. Zusammen also vorläufig 11,9 Milliarden Euro Steuergeld, damit eine Million mehr Fluggäste über einen Flughafen–Bahnhof abgefertigt werden könnten, der noch nicht einmal genehmigt ist – siehe Nebensatz im Artikel. Das ist ein weiterer negativer Beitrag zum Klimaschutz, denn schon der Bau von S21/NBS mit den vielen Tunnelkilometern voller Stahl und Beton ist extrem klimaschädlich, abgesehen von einem Bahnbetrieb in steilen Tunneln, der besonders viel Energie verbraucht.

Erwähnt wird auch als kritischer Bereich eine „Güterzug-Einfädelung“ nur drei bis vier Meter unter der A 8. Das Wort „Güterzug“ allein ist schon eine Irreführung, denn auf dieser neu gebauten Bahnstrecke können gar keine Güterzüge fahren, da sie noch steiler ist als die bisherige, angeblich zu steile Strecke über die Geislinger Steige. Diese Nicht-Güterzüge auf der NBS verhindern auch, dass künftig „mehr Verkehr auf die Schiene“ kommt und der Bahnverkehr sogar verdoppelt werden soll, damit die Straßen staufrei werden. Dieser Plan des CSU-Verkehrsministers Scheuer setzt die Anwendung des Integralen Taktverkehrs nach bewährtem Schweizer Vorbild voraus. Das ist vernünftig – nur nicht in Stuttgart, denn der S21-Tiefbahnhof mit nur noch acht schrägen Gleisen verhindert den Taktverkehr. Dafür werden die 16 Gleise in dem noch vorhandenen Kopfbahnhof benötigt. Was nun? Kritiker von S21 schlagen eine Denkpause von einem Jahr vor mit anschließender Legitimierung einer besseren, funktionierenden Lösung für den Bahnknoten Region Stuttgart. Dazu gehört die Anbindung der Neubaustrecke nach Ulm, wenn S21 beendet wird. Auch dafür gibt es schon Lösungen.

Leserbriefe

Für Diesel gibt es kein Steuerprivileg

Frank Eberhart, NT-Reudern. Zum Leserbrief „Kein Verständnis für Reaktion der Grünen“ vom 8. August. Leser Betz tadelt Herrn Kretschmann, weil er dem fortgesetzten Diesel-Bashing entgegentritt. Aus seiner Sicht gehört die „steuerliche Förderung“ des Diesels abgeschafft. Da kann man sich nur…

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