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Leserbriefe

Veranstalter der Demo war vorher bekannt

06.06.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dietmar Hierl, Oberboihingen. Zum Leserbrief „Den Verstand gibt man nicht an Wahlurne ab“ vom 26. Mai. Vorab, das Demonstrationsrecht ist ein Grundrecht. Die jungen Menschen von „Friday for Future“ sind da vernünftiger und machen es vor, wie gebotene Social Distance und Demonstration über das Internet auch funktionieren kann. Während der ganzen Zeit der Einschränkungen war niemals verboten, sich im Freien zu bewegen, sogar zu zweit. In anderen demokratischen Ländern sah es da ganz anders aus. Wer hier unter Thrombosen leidet, ist wohl auch ohne Corona ein „Couch-Potato“.

Wer durch das Tragen einer Maske unter respiratorischen Einschränkungen (Luftnot oder Lufthunger hätte man da auch gleich schreiben können) und unter Panikattacken leidet, ist wohl eine verschwindende Zahl von Menschen. In Fernost ist das Tragen eines Mundschutzes nicht wie allgemein angenommen, der schlechten Luft zuzuschreiben (wurde erst später auch deshalb benutzt), sondern dem Selbstverständnis, seine Mitmenschen bei einer eigenen Erkrankung nicht zu gefährden und hat somit etwas mit Respekt und Empathie für den Gegenüber zu tun.

In einer Reportage über die erste Corona-Demonstration auf dem „Wasen“ wurde sehr sachlich und unvoreingenommen berichtet. Zu sehen waren circa 80 Prozent „normale“ Demonstranten, denen es ein Anliegen war, ihre Sorge um unsere freiheitliche Demokratie zum Ausdruck zu bringen. Schon im Vorfeld hätte man sich mit ein paar „Klicks“ informieren können, von wem diese Demo veranstaltet wird. Dann zu Beginn der Reden, als lokale AfD- Prominenz unter dem Jubel einer Minderheit („Einpeitscher“) eingezogen ist, hätte man zumindest ins Grübeln kommen können. Als dann zum „krönenden“ Abschluss ein entlassener Journalist und heutiger Youtuber und Verschwörungstheoretiker (verdient sein Geld damit), eine perfekt inszenierte Show abgezogen hat, müsste selbst dem Dümmsten aufgefallen sein, um was es hier geht.

Von einem normalen Wähler kann man verlangen, dass er nicht schon vor oder spätestens während einer solchen Veranstaltung den Verstand abgibt. Den Vätern und Großvätern wurde vorgeworfen, dass man es ja hätte wissen können. Viele, die heute solche Propaganda-Veranstaltungen besuchen aber auch.

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