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Leserbriefe

Unzumutbare Belastung

27.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christine Seitz, Nürtingen. Wie soll das nur gehen, frage ich mich jeden Tag: Meine und viele andere Kinder, die im Gebiet Säer wohnen, müssen täglich die Nürtinger Semi-Autobahn KirchheimReudern auf dem Weg in den Kindergarten Rieth und die Schulkinder auf dem Weg in die Ersberg-Schule, die Kirchheimer Straße, überqueren. Die Wohngebiete sind hier komplett zweigeteilt in Siedlungen getrennt durch diese Bundesstraße. Es gibt keine schnelle Fußgänger-Ampel, wie überall anders, wo Kindergarten- und Schulkinder ihren täglichen Weg haben nicht einmal einen Zebrastreifen. Nur einen Übergang, der von den meisten kaum als solcher wahrgenommen wird. Die Überquerung der Kirchheimer Straße auf Höhe der Schellingstraße ist deshalb so schwierig, weil die Lkw kaum gebremst oft mit 70 Stundenkilometern von Reudern her herunterdonnern und von unten die Pkw ebenfalls mit über 70 Stundenkilometern hochrasen. Für Kinder gilt hier doppelte Gefahr doch ernsthaft interessiert das niemand.

Mit der Begründung, es handelt sich um eine Bundesstraße, zieht sich die Stadt aus der Verantwortung. Ein Kreisverkehr wurde angedacht, doch uns hilft nur handeln. Überall werden Verkehrsüberwachungen mit fest installierten oder sporadischen Überwachungen durchgeführt. Warum nicht hier? Die Kirchheimer Straße ist die stillschweigend geduldete Stadtautobahn Nürtingens. Hier haben die Raser Vorfahrt. In den Hauptzeiten ist fast jedes zweite Fahrzeug ein Lkw. Die Kennzeichen zeigen, es sind reine Durchfahrer. Nürtingen hat es schlichtweg verschlafen, hier den Verkehr aus der Stadt zu schaffen. Ich bin es leid, jedes Mal Argumente der Stadtverwaltung anzuhören, da könne man nichts machen und eigentlich seien die vielen Vorgänger schuld. Der Verkehr gehört aus der Stadt. Die Umgehungsstraße muss kommen. Eine Stadt sollte den Menschen folgen. Tübingen und Reutlingen machen es zurzeit vor. Und Nürtingen gewinnt immer weiter negativen Abstand. Die Bürger der Stadt sollten sich organisieren und sich diesen Zustand nicht länger bieten lassen. Anstatt sich an einem neuen Technischen Rathaus zu ergötzen, sollte die letzte Gebührenerhöhung doch den Bewohnern der Stadt zugute kommen. Am besten mit einer Umgehungsstraße. Schließlich hat Nürtingen den Preis für die bürgerfreundlichste Stadt erhalten und sollte dieser Nominierung auch weiterhin gerecht werden.

Leserbriefe

Die Konsequenzen bleiben nicht aus

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Zu den Artikeln „Das andere Abitur“ und „Abitur in Ausnahmezeit der Pandemie“ vom 3. Mai. Seit Corona übertreffen sich Politiker und Medien sowie etwa 50 Millionen Virologen, Statistiker und Propheten darin, diese Krise gesund und zu einem guten Ende zu beten. Im…

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