Leserbriefe

Unsere Erde hat Fieber

14.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Irmgard Bürck, Wolfschlugen. Eine Erderwärmung von 2,4 bis 6,4 Grad bis zum Ende des 21. Jahrhunderts halten ernst zu nehmende US-Wissenschaftler für wahrscheinlich. Die Erde ist ein riesiger Organismus, vergleichbar dem menschlichen Organismus, der nur innerhalb einer gewissen Temperaturspanne störungsfrei funktionieren kann. Wenn wir eine um 2,4 Grad erhöhte Körpertemperatur haben, sind das circa 39 Grad, also Fieber und Zeichen für eine Erkrankung. 6,4 Grad mehr (also 43,4 Grad) überleben wir nicht. Das „Fieber“ der Erde zu bekämpfen ist viel schwieriger als das eines Menschen und braucht viel länger, weil seine Ursachen komplexer und vielfältiger sind. Außerdem müssen es Menschen tun, die immer nur einen Teil des Problems sehen, egoistisch handeln und es teilweise sogar selbst verursacht haben.

Granger Morgan (US-Wissenschaftler) stellt fest: „Wir bauen ein erschreckendes Erbe für unsere Kinder auf.“ Gegenmaßnahmen müssen weltweit und schnellstens ergriffen werden, und zwar von jedem Land und jedem Menschen, ohne nach den anderen zu schielen, ob die vielleicht noch nicht genug getan haben. Man kann gar nicht genug tun, weil diese böse Entwicklung schon so weit fortgeschritten ist, obwohl es schon vor Jahrzehnten Mahner gegeben hat.

Was können wir also heute tun? Unser Möglichstes! Erstens. Einfluss auf die Energiepolitik nehmen (mit Abgeordneten reden oder ihnen schreiben). Zweitens Unseren Lebensstil danach hinterfragen, wie energiefressend er ist, und verwirklichen, was wir können auf den Gebieten Heizung, Wärmedämmung, Stromanbieter, Produktion, Mobilität im Alltag und auf Reisen, Einkaufsverhalten und so weiter. An Informationen fehlt es nicht. Das alles ist anstrengend, aber verwenden wir nicht auch Mühe darauf, ein Fieber bei uns Menschen herunterzukriegen?

Leserbriefe

Nürtingen und das Hölderlin-Haus

Ingrid Dolde, Großbettlingen. Zum Artikel „Ein eigenes Haus für Hölderlin“ vom 14. Januar. Nun ist man beim Hölderlinhaus praktisch wieder da, wo man vor mehr als zehn Jahren schon einmal war. Von wegen Sanierung. Die jetzt beschlossenen Pläne bedeuten nichts anderes als einen Abriss in weiten…

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