Schwerpunkte

Leserbriefe

Trittbrettfahrer oder Wolkenkuckucksheim

27.07.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Priesmann, Nürtingen. Zum Artikel „Wird Nürtingen zum Fernbahnhof?“ vom 18. Juli. Mit Interesse las ich in diesem Beitrag, dass die Nürtinger Gemeinderatsfraktion Bündnis 90/Die Grünen die Hoffnung auf die Wiedereröffnung eines Reisezentrums im Nürtinger Bahnhof nicht aufgegeben hat und jetzt „völlig neue Aspekte sieh“.

Das überrascht mich, denn von Aktivitäten seitens Bündnis 90/Die Grünen in dieser Hinsicht war bisher nichts zu bemerken. Wer für die Nürtinger Bürger aktiv wurde und war, war OB Fridrich und an diversen Samstagen die SPD-Fraktion, die auf dem Schillerplatz Unterschriften für eine Wiedereröffnung des Reisezentrums zur Abgabe beim Verkehrsminister gesammelt hat.

Immerhin hoffen Bündnis 90/Die Grünen. Nachdem andere etwas getan haben. Im allgemeinen Sprachgebrauch nennt man das „Trittbrettfahrer“, Menschen, die von Unternehmungen anderer zu profitieren versuchen, ohne selbst etwas dafür zu tun!

Dafür will man dort jetzt festgestellt haben, dass Nürtingen künftig vom Deutschland-Takt profitiert. Das wäre schön. Und es wäre sicherlich eine technische Meisterleistung, wenn Berlin, Hamburg oder Flensburg künftig öfter und um zehn Minuten schneller von Nürtingen aus erreichbar wären. Aber ist das wirklich das Problem, das Tausende Pendler in Nürtingen und im Wirtschaftsraum Stuttgart täglich bewegt? Wünschen sich diese täglichen Pendler nicht einfach nur einen Nahverkehr ohne Verspätungen und Zugausfälle, wo signifikante Verspätungen leider völlig normal sind?

Natürlich darf man bei Bündnis 90/Die Grünen hoffen. Verbesserungen sind immer möglich. Wie zum Beispiel wieder ein gutes Service- und Reisezentrum im Bahnhof zu installieren. Das ist jedoch harte Arbeit. Einfacher ist es, „Wolkenkuckucksheime“ für die 2030er-Jahre anzukündigen. Es wäre schön, wenn sich Herr Gastel, Frau Himmer und ihre Fraktion mal der Herausforderung stellen würden, tragfähige Lösungen für heute zu schaffen.

Leserbriefe

Luftfilter-Offensive muss jetzt kommen

Ralph Kittl, Kirchheim. Zum Artikel „Luftreinigung in Klassen ist umstritten“ vom 30. November. Nur nicht zu viel machen? Es geht um das Wichtigste. Unsere Zukunft. Das was von uns bleibt, wenn wir selbst mal nicht mehr sind. Unser Wertvollstes. Die Kinder. Es mutet mich jedes Mal merkwürdig an,…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe