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Leserbriefe

Stromkonzerne und Minister Rösler

04.05.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „EnBW-Aktionäre kritisieren Kohle-Kurs“ vom 26. April. Die Kritik der Aktionäre ist mutig und erfreulich, denn die EnBW hat ihren Gewinn von 2002 bis 2012 um 700 Prozent gesteigert und als Boni an Manager und auch an Aktionäre ausgezahlt. Der Gewinn war kein Verdienst der Manager, sondern ein Geschenk der Atomkraftwerke, die sich als wahre Goldesel erweisen. Nachdem die Konzernfreundin Angela Merkel der EnBW und den drei anderen Konzernen, die in Deutschland den Wettbewerb ersetzen, die Verlängerung der Atom-Goldesel beschert hatte und trotzdem nach Fukushima wieder umfallen musste, hat die gemeinsame Lobby die Kohlekraftwerke als neue Goldesel gezüchtet. Der „Kampf um Strom“, den Professor Dr. Claudia Kemfert in ihrem interessanten Buch schildert, ist wieder ein Skandal. Die Regierung und insbesondere der Wirtschaftsminister Rösler, FDP, fördern die Konzerne mit den CO2-schädlichen Kohlekraftwerken, obwohl die kostenlosen Energien Windkraft und Sonne einen sensationellen Erfolg gebracht haben.

Kohle ist rückständige und schädliche Energie, aber eine sichere Bank für riesige Manager-Boni, weil der Steuerzahler alle Umweltschäden ungefragt übernimmt. Übrigens auch die immensen Kosten für die Suche nach Endlagern für die Atomabfälle und den späteren Rückbau der Atomkraftwerke. Die vier Strom-Konzerne und die FDP verbreiten ungestraft die Lüge von den Risiken der Energiewende und den angeblich daher so hohen Strompreisen. Deshalb befreit der FDP-Minister Rösler immer mehr Firmen von der EEG-Abgabe und überträgt die gesamten Kosten den normalen Stromzahlern.

Damit wird der weltweit sensationelle Erfolg der deutschen Entwicklung der Fotovoltaik-Technik zunichtegemacht und den Chinesen überlassen. Eine erbärmlich rückständige Politik der schwarz-gelben Regierung, die nur wegen der geschickten Verschleierung in den Reden der Kanzlerin bei dem Volk nicht wahrgenommen wird – noch nicht.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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