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Stresstest bestanden – Kunde ist der Dumme

27.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Klein, Unterensingen. Zum Artikel „Stuttgart 21 besteht Stresstest – Geißler kritisiert Gegner“ vom 22. Juli. Was wurde mit diesem „Stresstest“ eigentlich bewiesen? Die Bahn hat ihre Daten in einen Computer eingegeben und so lange herumgefeilt, bis das geforderte Ergebnis von 49 Zügen in der Spitzenstunde herauskam. Dies entspricht einem 30 Prozent Plus zum jetzigen Fahrplan, der 37 Züge fahren lässt. Dies sagt nichts aus über die tatsächliche Leistungsfähigkeit des alten Kopfbahnhofes, die laut Aussage von Herrn Hopfenzitz im Moment bei 54 Zügen mit guter Qualität liegt. Es beweist sehr wohl die gravierenden Schwachstellen des Tunnelbahnhofes.

Eine Mitwirkung oder Kontrolle bei der Eingabe der Daten wurde dem Aktionsbündnis nicht gestattet. Unser Ministerpräsident, Herr Kretschmann, hat auch nur dieses quantitative Ergebnis des Stresstestes bestätigt. Dieses Stressergebnis wurde nur erreicht, indem man die Haltezeiten verkürzt und Gleise doppelt belegt hat. Nur was bedeutet dies für uns Kunden? Nach der „neu erfundenen“ Qualitätsbezeichnung für den Tunnelbahnhof wird von „wirtschaftlich“ optimal gesprochen! Der Kunde kommt in dieser Bezeichnung nicht vor, sonst müsste es ja „für den Kunden optimal“ heißen!

Wo bitte liegt nun der Vorteil des neuen Tunnelbahnhofes, der auch noch viele Milliarden kosten soll? Einen quantitativen Vorteil gibt es also nicht. Laut Herrn Hopfenzitz werden heute Fernzüge 15 Minuten vor der Abfahrt bereitgestellt, um den Bahnkunden ein komfortables Einsteigen, ohne Stress und Zeitdruck, zu ermöglichen. Dies wird in dem neuen „Stressbahnhof“ nicht mehr möglich sein, und dies bei einer immer älter werdenden Bevölkerung. Wie ein Paukenschlag klingen die Worte von Herrn Werner Stohler (Eigentümer der SMA). Sie lauten: „Die Verantwortung für den Gesamtentscheid tragen weiterhin die Projektpartner, außerdem müssten die hohen Investitionskosten den späteren Unterhaltskosten gegenübergestellt werden“.

Ich kann nur hoffen, dass sich die Bevölkerung nicht durch Schlagzeilen täuschen lässt, sondern sich die Mühe macht, zwischen den Zeilen zu lesen und sich gut zu informieren. Wenn Herr Schmiedel, der Fraktionsvorsitzende der SPD, in einem Fernsehbeitrag spricht: „Wir haben ausgerechnet, dass der Stresstest nur 50 bis 60 Millionen an Nachbesserungen auslöst“, dann ist dies sehr bedenklich! Hier wurden die genannten Zahlen der DB ganz einfach nur nachgeplappert und nicht nachgeprüft!

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