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Leserbriefe

Statt Argumenten nur Populismus

30.01.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Maike Pfuderer, Stuttgart. Zu den Leserbriefen „Unverhohlene Parteibrille“ vom 16. Januar und „Die Verkehrspolitik der Grünen im Land“ vom 27. Januar. Wenn Menschen auf der sachlichen Ebene nichts mehr entgegensetzen können, werden sie persönlich. Auf den Leserbrief des bekennenden Oldiefans Niefanger, der seine Freizeit dem Erhalt prähistorischer Spritfresser widmet (er präsidiert in einem BMW-V8-Club) wollte ich mir einen weiteren Kommentar sparen, zu substanzlos, schade um die Zeit. Seine Leidenschaft und seine Veröffentlichungen zum Verbrenner reichen, um seine Expertise in zukunftsweisender Verkehrspolitik zu beurteilen.

Nun aber werde ich zur Causa, zu einem Rechtsgrund, wie es Herr Weber in seinem „Die Verkehrspolitik der Grünen im Land“ macht. Der Titel ist blanker Etikettenschwindel, denn wirklich sachliche Kritik hat Herr Weber auch nicht zu bieten. Populismus pur - vollkommen substanzloser Populismus! Mehr steckt nicht dahinter. Schade darum, denn die sachliche Auseinandersetzung mit Menschen, die der CDU nahestehen würde einiges Versagen dieser Partei zu Tage fördern. Es war die CDU unter Ministerpräsident Teufel die zwei wichtige Zukunftsbereiche für unser Land in einem Ministerium zusammenlegte und so Zukunft verschlafen hat. 15 Jahre bis zum Amtsantritt der grün geführten Landesregierung unter Winfried Kretschmann blieb das dann so.

Wer schläft sündigt nicht, sagt der Volksmund, in der Politik ist Schlaf aber unterlassen von Zukunft! Und so wurde unter der Ägide von drei Ministerpräsidenten der CDU die verkehrspolitische Zukunft verschlafen, wenn man von einem Kellerbahnhof absieht, der irrsinnig teuer und unterdimensioniert daherkommt. Überteuert, das Hauptmerkmal, für die verkehrspolitische Untat des Herrn Mappus als er noch Staatssekretär für Verkehr war, dem großen Verkehrsvertrag.

Nach meiner sachlichen Auseinandersetzung mit den beiden Leserbriefen der Herren, nun noch zu dem Stein des Weberschen Anstoßes, meiner beruflichen Tätigkeit. Hier stellt er sachlich meine berufliche Situation dar, an der nun wirklich nichts Anstößiges zu finden ist. Persönliche Mitarbeiterin einer demokratisch gewählten Abgeordneten ist nichts Ehrenrühriges. Jedes Mitglied des Landtags von Baden-Württemberg hat Anspruch auf zwei Vollzeitstellen zur Bewältigung der Aufgaben, die sein Mandat mit sich bringt. Übrigens hat auch der CDU-Kandidat im Wahlkreis Nürtingen sein Berufsleben überwiegend in dieser Tätigkeit verbracht.

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