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Stadtbalkon zu Lasten anderer Wohngebiete?

03.11.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Stadtbalkon: Testphase für Flaniermeile“ vom 29. Oktober. Ich wollte auch meine Bedenken vortragen, doch leider wurden die Wortmeldungen abgebrochen, auch die Fragen aus dem Internet nicht beantwortet. Zu viele Fragen. Ich war nicht der Einzige mit Bedenken. „Der Verkehr verteilt sich wie Wasser“ war das Stichwort für mich.

Als Bewohner von Kleintischardt spüre ich immer wieder, wie der Schleichverkehr, besonders während der Berufsverkehrszeiten, zunimmt, wenn wieder eine Hauptstraße in Nürtingen gesperrt wird und Autofahrer die Metzinger Straße umfahren. Das war bei der Sanierung der B 313 und zurzeit auch wieder durch die Sperrung der Neuffener Straße. Weshalb auch Gerberstraße und Gerberplatz deutlich mehr Verkehr aufnehmen müssen als sonst. Die Anwohner werden es sicherlich bestätigen können.

Irgendwo müssen die 7000 Autofahrer, die täglich über die Alleenstraße fahren, ja einen neuen Weg finden. Zu Lasten anderer Anwohner. Da in letzter Zeit ständig irgendwo Baustellen waren, Straßen gesperrt wurden, kann man auch schlecht Vergleiche erstellen. Die Hoffnung, dass sich das Problem mit einer besseren Verkehrsregelung lösen lässt, hat sich leider auch wieder zerschlagen.

Trotz neuem Verkehrsrechner hapert es noch immer, kommt es immer wieder zu sehr fragwürdigen Unterbrechungen von Grünen Wellen. Durch die Stadt fahren ist oft genauso schnell oder langsam wie außen herum. Schon oft beobachtet. Mangelt es am Programmierer oder ist es einfach nicht machbar?

Eine Treppe zum Fluss, an dessen Ende ein Geländer aus Sicherheitsgründen den Zugang verwehrt – ist das sinnvoll? Einen Stadtbalkon stelle ich mir anders vor – ein richtiger Balkon, so wie an der Fischtreppe, über dem Fluss. Er würde auch die nutzbare Fläche erweitern und vielleicht die Sperrung der Alleenstraße ersparen.

Klar, ohne Verkehr wäre es schöner. Aber trotz Verkehr hatte die Eisdiele an der Alleenstraße guten Zulauf – obwohl es nicht weit entfernt auch Eisdielen mit weniger Verkehr gibt. Auch manche Restaurants sind immer wieder gut besucht, obwohl man direkt an der Straße sitzt, mit ausgestrecktem Arm die vorbeifahrenden Autos berühren kann. Eine Belebung der Alleenstraße wurde schon vor 20 Jahren versucht. Eher erfolglos und auf Kosten der alten Kastanienbäume, welchen noch einige Nürtinger hinterhertrauern.

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