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Leserbriefe

Sprache und Selbstbewusstsein

08.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Kreuzhof, Bempflingen. Zum Artikel „Muttersprache als Karrierebremse“ vom 2. Juli. „Wir können alles außer Hochdeutsch“ – die Erfinder des hochgerühmten Slogans hatten offenbar von den Grundlagen der deutschen Sprache keine Ahnung.

So wird der Begriff „hochdeutsch“ heute zwar als Synonym für die gebräuchliche Standardsprache benutzt. Tatsächlich aber wird hochdeutsch sprachwissenschaftlich südlich der sogenannten Benrather Linie/Uerdinger Linie gesprochen. So bezieht sich das „hoch“ in der Bezeichnung der hochdeutschen Dialekte auf die Mundarten in den höhergelegenen (bergigen) Regionen des mittleren und südlichen deutschen Sprachraums.

Im Gegensatz dazu werden in den tiefer gelegenen, niederen Regionen des nördlichen deutschen Dialektraumes niederdeutsche Dialekte gesprochen. Wenn also jemand sagt, er spreche hochdeutsch, dann muss er aus dem Süden kommen. Also, liebe süddeutschen Freunde: „Mehr Selbstbewusstsein beim Benutzen der eigenen Sprache!“. Wenn schon eine Landesregierung flachköpfigen Werbefuzzis auf den Leim kriecht, müssen wir als Bürger dieses Landes dies noch lange nicht tun.

Leserbriefe

Warum Angst bis zur Impfung?

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Corona-Impfung: Wo stehen wir?“ vom 12. September. Auf dem neoliberalen Markt ist ein weltweiter Wettbewerb entbrannt um die vielen Milliarden, die für die Forschung nach Impfstoffen gegen ein angeblich neues Virus mobilisiert wurden. Auch das…

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