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SPD begibt sich auf dünnes Eis

15.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Emil Neuscheler, Neckartailfingen. Es war ein Paukenschlag für die alte traditionsreiche SPD. Sie wurde vom Wähler regelrecht abgestraft, obwohl seriöse Führungskräfte zur Wahl standen. Auch die große Kompetenz von Steinbrück und Steinmeier auf ihren Ministerposten beeindruckte nicht. Die Schuld an diesem Wahldebakel liegt nicht im Personenkreis, sondern an der mangelnden Glaubwürdigkeit beim Umgang mit „Der Linken“. Der Wähler glaubte die Tabuisierung gegenüber der neuen Partei nicht, denn eine wirklich klare Auseinandersetzung und Positionierung hat man stets vermieden. Der Wähler hat dafür ein sicheres Gespür, den Beweis liefert die SPD selbst. Man hat sich enttarnt.

Die Erkenntnis ist nicht gerade erfreulich, denn fast die Hälfte der Abgeordneten gehört dem linken Flügel an, der mit der Annäherung an die Linkspartei sympathisiert. Man staunt deshalb auch nicht mehr, wenn gerade die großen Verlierer die Avant-Gardisten des Linksrucks sind. Ein Wowereit fällt auf 20 Prozent und Nahles unterliegt in ihrem Wahlkreis der CDU-Kandidatin.

Die SPD begibt sich auf dünnes Eis. Wenn sie sich nicht mit scharfkantigen Konturen ein sicheres Wählerpotential sichert, wird sie von den routinierten Demagogen der Linken aufgefressen. Zwei Parteien mit ähnlichem Programm sind überflüssig. Man kann nur hoffen, dass die gemäßigten Kräfte wieder die Oberhand gewinnen und die SPD als seriöse Volkspartei erhalten bleibt. An einer Radikalisierung der SPD-Anhänger kann niemand interessiert sein.

Leserbriefe

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