Leserbriefe

Smartphone als perfekter Spitzel

11.04.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Abstinenz vom Handy“ vom 29. März. Am 29. März wurde auf Seite 28 „Nürtingen und sein Umland“ über ein erfreuliches Experiment berichtet: Bei einem dreitägigen Schülerseminar in Kleinbettlingen haben einige Teilnehmer der achten Klassenstufe freiwillig von 10 bis 18 Uhr auf „ihre kleinen elektronischen Terrormaschinen“ verzichtet und an diesem „Smartphone-Frei-Tag“ erstaunlich positive Erfahrungen gemacht. Das sind wichtige Erkenntnisse, damit die Jugend den neuen Gefahren der 5G-Strahlung begegnen kann.

Smartphones sind eine tolle Erfindung, aber auch ein gefährlicher Beitrag zum Überwachungsstaat, denn jeder Mensch trägt mit seinem Smartphone das perfekte Spionagegerät ständig am Körper und meldet pausenlos auf dem „Rückkanal“ eine Vielzahl von Informationen, die für die Netzbetreiber und ihre „Daten-Kunden“ Gold wert sind. Viele Menschen meinen zwar: „Ich habe doch nichts zu verbergen“. Aber dieses „Nichts“ ist ein unheimlicher Wert, der schon jetzt zur gezielten Konsum- und Meinungsmanipulation genutzt wird. Mit 5G – der fünften Generation digitaler Technik – aber wird das Smartphone in der SmartCity endgültig zu einem perfekten Bestandteil des Überwachungs-Staats, der in den letzten Jahren auch in Deutschland massiv ausgebaut und mit passenden Gesetzen untermauert wurde. Die widerlichen Spitzel-Methoden der Nazi-Gestapo und der Stasi waren noch primitive Handarbeit gegen den digitalen Überwachungsstaat, der mit den „kleinen Terrormaschinen“ möglich gemacht und praktiziert wird. Apple und Co. haben ein technisches Wunderwerk geschaffen, das nicht nur „smart“ funktioniert, sondern auch „smart“ spioniert – und jeder lässt sich begeistert bespitzeln und zahlt auch noch selbst die teuren Geräte und Gebühren – einfach toll. Bedenken dagegen sind nicht „second“, sondern „first“ und deshalb ist das Schüler-Experiment aus Kleinbettlingen so wichtig: Der „Smartphone-Frei-Tag“ eröffnet wieder neue Freiheit vom Smartphone.

Leserbriefe

Der Abstand zu den Windkraftanlagen

Heinz Vogel, Oberboihingen. Zum Artikel „Standorte in der Region vom Winde verweht“ vom 14. Juni. Wenn man den BW-Windatlas 2019 einmal anschaut, stellt man fest, dass darin für die betrachteten Windhöffigkeiten die maximale Nabenhöhe der Windkraftanlagen von 160 Meter auf 200 Meter angehoben…

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