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Leserbriefe

Schier und Monsanto

21.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udo Schulz, Unterensingen. Zum Artikel Mit Aufklärung gegen irrationale Ängste vom 17. April. Man kann wirklich nur über die Stellungnahmen einzelner Personen staunen. Ihre Aussagen kann man widerlegen. Frau Homburger sieht ein zentrales Thema für die Zukunftsfähigkeit. Und wir müssen die Risiken und Chancen sehen. Was für Chancen? Hat man die Hungersnot im Griff? Haben wir gesünderes Essen? Hier geht es nicht um grüne Pflanzen, hier geht es um Saatgut wie Reis, Mais, Kartoffeln und so weiter. Sehr viele Experten von anderen Universitäten warnen vor unvorhersehbaren Risiken.

Was die Genforschung anstellen kann, kann man am Montag, 23. April, um 23 Uhr im NDR Hamburg sehen. Arme Sau heißt der Beitrag. Es geht dabei um das Geschäft mit dem Erbgut von Schweinen, Mais und Kühen.

Die zentrale Aussage ist, der Konzern Monsanto ist jetzt mit im Boot, er will durch die Versuche eine Zulassung für die Aussaat des genveränderten Maises bekommen. Also Patentierung! Das heißt auf gut Deutsch: Jede Aussaat von Mais muss später von Monsanto bezogen werden, egal wie teuer. Wie teuer das wurde, können indische Bauern bezeugen. Um die teuren Sprühmittel kaufen zu können, mussten sie hohe Kredite aufnehmen, ja manche haben sogar eine Niere verkaufen müssen!

Bei der Patentierung geht es hauptsächlich um die Kontrolle des Saatgutes. Wird ein staatliches Patent erteilt, dann gehört das Saatgut der Firma Monsanto.

Es müsste doch jeden stutzig machen, wenn der Welt größter Agrar-Konzern im kleinen Oberboihingen eine Versuchsreihe startet.

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