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S 21 – Unglaubliche Engstellen

01.10.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eckhard Finckh, Nürtingen. Zum Artikel „Neue Engstellen im Bahnhof“ vom 18. September. Man erlebt ein weiteres Detail der hilflosen Detailverbesserung an dem Großprojekt S 21. Die Projektmacher bemühen sich, das Problem Brandschutz mit acht Fluchttürmen in den Griff zu bekommen. Dabei denken sie nicht an Risiken und Nebenwirkungen für den ganz normalen täglichen Reiseverkehr.

Zwischen den Türmen und den Bahnsteigkanten soll nämlich nur circa zwei Meter Abstand bestehen. Rechnet man den Sicherheitsabstand von einem Meter weg – es gibt ja auch fahrende Züge am Bahnsteig – so werden die Bahnbenutzer also neben solch einem Treppenturm auf zehn Meter Länge eine Verkehrsfläche von gerade mal einen Meter Breite haben. Und das an 16 Stellen auf den verschiedenen Bahnsteigen des alles andere als zukunftweisenden Bahnhofs.

Man braucht sich nur im Fußgängergegenverkehr eine Schulklasse vorstellen, die den Bahnsteig entlang eilt, oder eine Gruppe Fußballfans, oder einfach hundert Leute mit Gepäck, die aus einem ICE aussteigen, oder Familien mit Kinderwagen! Der gesunde Menschenverstand sagt einem, dass solche Planung ein Ding der Unmöglichkeit ist, eine unerhörte Zumutung für jeden Bahnkunden. Ich kenne mich mit den Gesetzen zur Sicherung einer Verkehrsfläche nicht aus. Aber Gefahren und Rempeleien sind vorprogrammiert. Und was wäre im Notfall, bei einer Bombenwarnung beispielsweise? Wenn eine Panik entsteht?

Wer trägt die Verantwortung? „Die Bahn will mit einer Personenstromanalyse die Wirkung der neuen Engstellen erkunden“. So steht es in dem Artikel. Vielen Dank für diese satirische Nummer. Da kann man nur lachen. Oder sich ärgern, weil man für dumm verkauft wird.

Leserbriefe

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