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Leserbriefe

Radfahrer zu sorglos?

23.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gustav Breitling, Schlaitdorf. Gleich zu Beginn eine sehr positive Feststellung. Ich fahre nun seit dem Jahr 1989 mit dem Fahrrad zum Arbeitsplatz und kann feststellen, dass die Anzahl der Radfahrer in diesen 20 Jahren sehr erfreulich und kräftig zugenommen hat.

Viel wurde in den Ausbau der Radwege investiert und auch die Qualität von Kleidung und Radkomponenten hat sich deutlich verbessert. Leider konnten sich erschreckend viele Fahrradfahrer nicht weiterentwickeln – warum auch immer. Erwachsene Personen und in erster Linie viele, viele Schüler sind in der dunklen Jahreszeit mit dem Rad unterwegs, dunkel gekleidet, ohne Schutzmaßnahmen und haben keinerlei funktionierende Beleuchtung vorzuweisen. Damit gefährden sie sich selber und auch andere Verkehrsteilnehmer.

Was mich wundert, ist die Sorglosigkeit der Eltern und Schulen. Bei jeder berechtigten Gelegenheit tun wir alles, um in unsere Kinder (also in unsere Zukunft) zu investieren und setzen gleichzeitig die Jugendlichen einer nicht zu unterschätzenden Gefahr aus. Leider gibt es aber auch genügend scheinbar erwachsene Personen, welche ein ganz, ganz schlechtes Vorbild abgeben.

Zum Glück gibt es auch positive Beispiele, denn es war noch nie so einfach, für ein paar Euro für Sicherheit zu sorgen. Neben einer guten Beleuchtung sollte eine reflektierende Kleidung oder Elemente zur Grundausstattung gehören. Mit Nachdruck möchte ich an alle Fahrradfahrer, Eltern, Schulen, Polizei appellieren, mit Vernunft, Voraussetzungen und auch Kontrollen dafür zu sorgen, dass niemand mit dem Rad zu Schaden kommt und auch niemand gefährdet wird. Sollte dieser Leserbrief auch nur einen Unfall verhindern, so war die Zeit dafür sehr gut investiert.

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