Schwerpunkte

Leserbriefe

Pflegemaßnahmen Neuffener Heide

22.11.2017 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Richard Haußmann, Oberboihingen, Gaunaturschutzwart im Schwäbischen Albverein Neuffen-Teck. Zum Artikel „Streit um die Neuffener Heide“ vom 4. November. Seit Jahrzehnten pflegt der Pflegetrupp des Schwäbischen Albvereins die Neuffener Heide und kämpft gegen die Verwaldung dieses Naturschutzgebietes. In letzter Zeit helfen immer mehr Ehrenamtliche mehrere Male im Jahr und opfern ihre Freizeit. Auch helfen immer wieder siebte Klassen der Realschule Neuffen, gemähtes Gras zu entsorgen. Auszubildende der Firma Bielomatik scheuen sich nicht, tatkräftig mitzuhelfen. Die Aussage von Dr. Bauer vom Landratsamt, dass der Schwäbische Albverein nicht mehr in der Lage ist, wie früher die Heide zu pflegen, kann so nicht gelten. Ob die maschinelle Pflege finanzielle Hintergründe hat?

Vor einem Jahr wurde zum ersten Mal eine maschinelle Pflege auf einem Teilgebiet der Heide durchgeführt. Das erste Ärgernis: Die kurz zuvor von den Auszubildenden gepflegte Fläche wurde nochmals bearbeitet und von Buschwerk befreit. Auf Nachfrage bei behördlicher Stelle wurde erklärt, dass neue Untersuchungen andere Pflegemethoden ergeben hätten.

Zweites Ärgernis: Beim letzten Pflegetag im September wurden vom Pflegetrupp große Brombeerflächen gemäht und das Gestrüpp von Helfern entsorgt. Dieselbe Fläche wurde nun neben weiteren mit Rosen- und Schwarzdorn bewachsenen Stellen sehr kurz gemulcht. Mehrere Kröten und Eidechsen konnten beim manuellen Einsatz in Sicherheit gebracht werden. Wer rettet dieses Kleingetier bei der maschinellen Bearbeitung, wie jetzt geschehen? Auch wurde das Mähgut bisher immer von Helfern entsorgt. Wie Karl-Heinz Frey in seinem Leserbrief vom 11. November betont, liegt das gemulchte Gras an manchen Stellen auf dicken Büscheln und modert.

Die Neuffener Heide grenzt unmittelbar an die Kernzone des Biosphärengebietes. Dort gilt das Betreten als Tabu. Alles ist dort geschützt. Tiere kennen keine scharfen Grenzen. Wäre hier nicht eine Übergangszone hilfreich? Bedeutet nicht die Bearbeitung mit schwerem Gerät eine Gefahr für Kleintiere? Die Pflegemaßnahmen auf der Neuffener Heide wurden vom Regierungspräsidium schon oft als beispielhaft gelobt. Bleibt zu hoffen, dass es auf der Heide weiterblüht und die richtigen Pflegemethoden gefunden werden. Aber was ist richtig? Es gibt immer drei Meinungen: die deinige, die meinige und die richtige.

Leserbriefe

Eine gute Zukunft für die Stadt Aichtal

Dieter Weiler, Aichtal-Aich. Aichtal kann mehr. Jeder darf seine Meinung äußern, aber die Mitglieder des Gemeinderats nicht? Ich bin der Meinung, dass die Stadträte das Recht haben, öffentlich zu sagen, wen sie bei der Bürgermeisterwahl unterstützen wollen. Und sie haben die Pflicht, die Bürger…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe