Leserbriefe

Özil und die Probleme in Deutschland

26.10.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Bernd Hummel, Nürtingen. Zum Artikel „Özil attackiert den DFB erneut“ vom 18. Oktober. „Es gibt große Probleme in Deutschland!“ Diese Aussage kommt vom deutsch-türkischen Fußballspieler Özil. Er meinte dies im Bezug auf den nicht zu entschuldigenden Vorgang in Halle. Fair wäre aber von den Medien gewesen, die Identität des Täters zu nennen – nämlich ein eingewanderter Kasache –, aber das wird strategisch klein gehalten. Özil, in Gelsenkirchen aufgewachsen, alle Vorzüge der deutschen Sozialpolitik genossen und paradoxerweise großer Fan von Erdogan, mit welchem er sich immer wieder ablichten lässt.

Wenn aber gerade Özil, eines der besten Beispiele einer nicht geschafften Integration, indirekt Deutsche als Nazi beschimpft, so hat er glaube ich eines vergessen. Was für eine Historie hat seine Türkei? Wie lange muss sich die bald vierte deutsche Generation nach dem Zweiten Weltkrieg das noch gefallen lassen? Von den bestialischen Morden an den Armeniern, lange bevor Hitler und sein Drittes Reich eine ebenfalls niemals zu entschuldigende Episode begannen, spricht keiner! 1,5 Millionen Menschen wurden 1915/1916 von den Türken bestialisch ermordet.

Und Erdogan? Den in Deutschland über 80 Prozent der hier lebenden Türken gewählt haben. Seit Jahren treibt er ein schmutziges Spiel – und letzte Woche der feige Einmarsch ins Kurdengebiet – ohne jegliches Nato-Mandat. Dieser Diktator hat gewartet, bis die Kurden nach sechs Jahren Krieg und mit Verlusten regelrecht „ausgeme(ä)rkelt“ waren. Genau diese Kurden waren sechs Jahre recht ihren Kopf hinzuhalten und radikal gegen den IS vorzugehen.

Seit Jahren spielt Erdogan mit der Nato, aus der er schon lange rausgeworfen gehört, und unseren Politikern Katz und Maus. Was macht er denn wirklich? Heute Sympathie mit den Russen, morgen mit dem Irak und den USA und übermorgen? Er hängt seine Fähnchen in den Wind wie es ihm passt. Weiterhin zeigt speziell in Deutschland der Großteil der Türken, wie sie hinter ihrem Präsidenten und den Taten stehen. Auf deutschem Boden werden Konflikte ausgetragen, Türken zeigen zu Tausenden den Wolfsgruß, der auf eine Linie mit dem Hitlergruß zu stellen ist! Deutschlandweit wird in Fußballstadien der Militärgruß ohne jegliche Scheu von den türkischen Sportkameraden seit Wochen praktiziert. Gelebte Integration türkischer Art! Bei solchen Politikern, wie sie Deutschland in bestimmten Positionen hat – ich nenne hier nur mal den Außenminister, unsere erfahrene Verteidigungsministerin sowie schlussendlich auch die Bundeskanzlerin – und als Joker ein Europaparlament –, dann hat man leichtes Spiel. Große Worte und Gesten mit null Taten.

Leserbriefe

Klimaschutz und die deutschen Ansätze

Hartmut Gerhardt, Wolfschlugen. Zum Artikel „Es kommen panische Gefühle auf“ vom 12. November. Wer die Augen vor den Folgen des Klimawandels nicht verschließt, kann die Gefühle von Winfried Kretschmann gut verstehen. Wir können froh sein, einen Ministerpräsidenten zu haben, der auf der einen…

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