Leserbriefe

Nürtingen hat mehr verdient

27.01.2012 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Priesmann, Nürtingen. „Wanderer, kommst Du nach Nürtingen . . .  dann bring lieber dei Veschper glei mit.“ Besonders an Samstagnachmittagen und Sonntagen. Sonst sitzt du im Zentrum der „Stadt am Fluss“ elendiglich auf dem Trockenen. Nicht mal ein Kaffee oder Cappuccino ist dort ohne Probleme zu bekommen. Und was nützt da eine sehr bemerkenswerte und über die Kreisgrenzen hinaus aufwändig beworbene Picasso-Ausstellung in der Kreuzkirche, wenn im Umkreis von einem Kilometer nur eine überfrequentierte Bäckerei (mit wenigen Stühlen und Tischen) und ein ebenfalls hoffnungslos überfülltes Mini-Bistro geöffnet haben?

So müssen die Liebhaber der modernen Kunst – wenn sie nicht ahnungsvoll vorgesorgt haben – ungelabt wieder von dannen ziehen. Aber wie oft wurde vor und insbesondere anlässlich der OB-Wahl von einer so dringend notwendigen Belebung der Innenstadt gesprochen? Über Tourismus-Förderung. Und über Konzepte, die man diesbezüglich nahezu fertig zur Umsetzung in der Tasche habe. In Nürtingen, der Stadt mit den vielen bedeutungsschweren Beinamen (Stadt am Fluss, Schulstadt, Kulturstadt et cetera) pulsiert an Wochenenden höchstens halb so viel Leben wie auf dem Wiener Zentralfriedhof. Traurig, aber wahr. Aber vielleicht wollen die Nürtinger ja gar keine lebendige Innenstadt? Und erst recht keine Besucher, die die kleinen Schätze der Altstadt entdecken? Oder sollten wir alle einfach zu satt sein? Zu wenig neugierig auf Gäste und Anregungen von draußen? Das wäre mehr als schade. Nürtingen hat wahrhaftig mehr verdient.

Leserbriefe

Nicht mit dem Glauben Politik machen

Walter Stückle, Neckartenzlingen. Zum Artikel „Skepsis gegenüber türkischen Schulen“ vom 11. Januar. Jetzt ist es aber genug! Wird ernsthaft darüber nachgedacht, muslimische Schulen zuzulassen. Bei den Moscheen hat man schon den Fehler gemacht, dass dort nicht in deutscher Sprache gepredigt…

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