Leserbriefe

Nicht in die rechte Ecke schieben

06.03.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Uwe Schulze, Nürtingen-Zizishausen. Zum Leserbrief „Solchen Parolen Einhalt gebieten“ vom 28. Februar. Ich arbeite seit 36 Jahren Tag für Tag mit sieben verschiedenen Nationalitäten. Es klappt wunderbar und wir unternehmen auch in der Freizeit einiges zusammen. In der Nachbarschaft wohnen Familien aus aller Herren Länder, mit denen wir zusammen jährlich ein Hof-Fest veranstalten. Jeder bringt seine heimatlichen Speisen mit an den Tisch und wir tauschen kulinarische Leckereien miteinander aus.

Aber wehe, es schreibt mal einer etwas gegen diejenigen, die sich nicht anpassen wollen und sich nicht an unsere Gesetze halten, Straftaten begehen und nur Unruhe stiften! Dann wird man gleich in die rechte Ecke geschoben. Oberstes Gebot für mich in anderen Ländern ist es nun mal, mich anzupassen. Ich respektiere im Urlaub Land und Leute und verhalte mich als Gast auch dementsprechend. Man kauft sich einen Reiseführer, holt sich Informationen von Kollegen oder Nachbarn, lernt vorher ein paar Sätze der fremden Sprache und hat so einen herzlichen Kontakt zu seinen Gastgebern.

Man respektiert deren Kulturen, Bräuche und Religionen. So etwas macht Urlaub aus. Neugierig sein, Hintergründe erfragen, Kontakt zu Einheimischen aufnehmen, einfach mal reden und wenn es sein muss mit Händen und Füßen. Irgendwie versteht man sich immer. Aber ich erwarte hier das Gleiche!

Leider gibt es hier Leser, die bauen nach meinem damaligen Leserbrief gedanklich gleich eine Brücke zu dem, was vor 75 Jahren passiert ist. Das will wohl keiner mehr haben! Ich lasse mich von nichts und niemandem in die rechte Ecke schieben!

Leserbriefe

Die Überlegungen kommen zu spät

Ralf Epple, Frickenhausen. Zum Artikel: „Radweggestaltung sorgt für Zündstoff“ vom 25. März. Ich arbeite auch in der Rad AG Nürtingen mit und war bei der Sitzung am 11.März dabei. Was mich fast schon etwas irritiert hat, waren die hitzigen Diskussionen um die Neuffener Straße. Deshalb sind viele…

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