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Musikalische Früherziehung

13.04.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gabriele Klink, Nürtingen. Zum Artikel Jedem Kind ein Musikinstrument vom 10. April. Im Südwesten soll die Musik spielen lautet die Aufforderung und regt an, jedem Kind ein Musikinstrument anzubieten. Jeder Mensch ist musikalisch, Musik unterstützt den friedlichen Umgang miteinander und das Aufeinanderzugehen. Musikalisches Handwerk anzueignen findet bereits vor Schulbeginn statt, denn Kinder sind auch in diesem Bereich ganz besonders offen und aufnahmefähig. Musikalische Früherziehung wird in allen Kindergärten angeboten. Hörerziehung, Stimmbildung, Singen, Kreisspiele oder Rhythmik zählen zur musikalischen Grundausbildung, ohne die traditionelle Notenschrift, mit Körperinstrumenten. Tanzen, Klänge hören, Komponieren, Melodien erfinden sind die elementarsten Kenntnisse der Musiklehre.

Früher im Kindergarten, seit dreißig Jahren in der Grundschulförderklasse, gehört für mich neben diesen Standards auch das Flötenspiel für alle Kinder dazu. Jedes Kind hat eine eigene, einfache Flöte oder kann sich diese für ein Jahr ausleihen. Die Flöte gilt noch immer als klassisches Einstiegsinstrument und bei manchem Kind tritt am Ende des Jahres eine bisher unerkannte Musikalität zutage, die mit Schuleintritt ausgebaut wird.

In all den Jahren habe ich noch nicht erlebt, dass ein Kind irgendwann das Instrument zur Seite legte. Flöten, Wunschkonzert und Vorlesen sind eine feste, täglich ritualisierte Unterrichtseinheit. Die gesprochene, gesungene, gespielte und instrumentale Sprache sind ineinander verwoben, unterstützen sich gegenseitig, erfordern Konzentration, Mitmachfreudigkeit, Teamgeist, gemeinsames musikalisches Erleben und bilden die Höhepunkte bei zahlreichen Festen und Spieltagen.

Dolde, Leiter der Stuttgarter Musikschulen, begrüßt in dem Artikel das tolle Projekt und wünscht sich, dass der Unterricht schon im Vorschulbereich mit der musikalische Früherziehung beginnen sollte, um in der ersten Klasse direkt mit Instrumenten zu beginnen.

Musik und Musizieren sind grenzenlos, verbinden weltumspannend, jeder versteht sie auch ohne große Worte und sie bereitet Freude. Mehr musikalische Förderung in allen Bildungseinrichtungen würden auch unseren Kindern zugute kommen, fallen doch gerade diese Angebote immer öfter den Lernzwängen zum Opfer.

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