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Mütterkur nur mit Anwalt?

16.08.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Annerose Haussmann-Haak, Nürtingen. Ich habe bei einer der großen Krankenkassen (wirbt mit günstigen Beiträgen) letztes Jahr in Stuttgart und dieses Jahr in Nürtingen Anträge auf eine Mütterkur gestellt. Beide Anträge wurden abgelehnt trotz gültiger Atteste, die die Voraussetzungen für eine Mütterkur vom Bundesministerium für Gesundheit bestätigen. Selbst mehrere Briefe und Telefongespräche mit Angestellten der Geschäftsleitung Stuttgart verliefen erfolglos.

Eine Abgeordnete des Bundesministeriums für Gesundheit wies mich darauf hin, dass sie keinen Einfluss hätte auf die Entscheidungen der Krankenkassen (auch wenn die Entscheidung, wie hier, gegen das Gesetz verstößt)! Die Bundesministerin selbst antwortete erst gar nicht auf meinen an sie persönlich gerichteten Brief. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales fühlt sich ebenfalls nicht zuständig und wies mich schroff darauf hin, dass ich die Möglichkeit gehabt hätte, beim Sozialgericht Klage einzureichen.

Die „Kassenärztliche Vereinigung“ in Stuttgart hat meinen Brief erst gar nicht angenommen. Das Müttergenesungswerk und die Diakonie haben die Krankenkassen direkt aufgerufen, zur Einsicht zu kommen, und noch darauf hingewiesen, dass Müttern (Vätern bei Vater-Kind-Kuren) eine Kur über das Müttergenesungswerk laut Gesetz alle vier Jahre zusteht, wenn die Voraussetzungen dafür gegeben sind. Die Krankenkasse blieb weiterhin uneinsichtig.

Mein Fazit lautet: Die Minister bemühen sich nur um Einhaltung der Gesetze, bei denen es darum geht, den Bundesbürger auszupressen wie eine Zitrone. Für unsere Rechte setzen sie sich nicht ein, genauso wenig wie die Abgeordneten. Was hat Helmut Kohl damals nach der Wende gesagt: Es wird keinem schlechter gehen. Wahrscheinlich hatte er damit die Politiker gemeint!

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