Leserbriefe

Müssen die Stadt weiterentwickeln

16.05.2009, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Christian Bürk, NT-Neckarhausen. Viele Themen bewegen die Nürtinger Bürger in letzter Zeit. Es ist zu beobachten, wie einiges seitens der Kommune und Verwaltung angepackt wird. Leider nicht immer mit dem nötigen Impetus. Erstens der Verkehr: Man hofft ja immer, der Scheitelpunkt sei nun erreicht. Weit gefehlt! 20 Minuten auf der Bundesstraße 313 für zwei Kilometer, um vom nördlichen Ortseingang Nürtingen nach Neckarhausen zu kommen, sind neuer Rekord und nicht akzeptabel, Baustelle Stadtbrücke hin oder her.

Statt den Bürgern langatmig in der Zeitung zu erklären, was der tiefere Sinn einer „Pförtnerampel“ ist, sollten Hilfspolizisten den Verkehr nach Erfordernis an den Brennpunkten regeln, wenn man schon keine sinnvollen Ampelschaltungen hinbekommt. Das gab es früher überall. Man kann dies als Halbtagsstelle einrichten, zwei Stunden morgens und zwei nachmittags, eventuell in einem Springer-Pool des Landkreises überregional organisiert, so wie bei Hausmeistern inzwischen üblich. Ist betriebs- und volkswirtschaftlich jedenfalls sinnvoller und auch umweltverträglicher, als Tausenden Pendlern jeden Tag aufs Neue die Zeit zu stehlen. Die Autofahrer werden es danken, denn es ist unerträglich geworden. Ob die Verwaltung den Wahnsinn auf Nürtingens Straßen überhaupt noch wahrnimmt?

Zweitens die Stadtentwicklung: Die Stadt entwickelt sich innen viel zu langsam. Man hört nichts mehr von den Arealen Wörth, Heim, Bahnhof et cetera. Was ist mit der Ecke Richtung Heinrichsquelle gegenüber der Stadtbrücke? Seit ich als Student erstmals 1985 von Esslingen nach Tübingen mit dem Moped fuhr, guckt mich ein heruntergekommenes Haus mit einem weithin bekannten Windsurfladen an. Warum wird hier nicht eine optische und funktionale Visitenkarte für die Stadt, zum Beispiel unter Einbeziehung des Greiner-Areals, entwickelt und realisiert? In der Bachhalde oder anderen Gewerbegebieten gäbe es vielleicht eine neue Heimat für die Firma Greiner.

Was für eine Chance wäre eine aktive fußläufige Verbindung Altstadt–Stadtbrücke–Neckar–Radweg–Schillerlinde–Landschaftsschutzgebiet Galgenberg! Von so einer Konstellation träumen doch viele Städte vergebens, und Nürtingen will die Chance nicht nutzen? Gibt es tatsächlich so viele Jahre lang gar keine zahlungswilligen Investoren mit guten Ideen und etwas Mut?

Leserbriefe

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