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Mündige Bürger nicht verunglimpfen

09.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eva Böttigheimer, Neuffen. Zum Leitartikel „Mündige Bürger, maulende Bürger“ vom 2. Mai. Ist das noch sachlicher Journalismus? Was zurzeit in der BRD geschieht, macht uns fassungslos. Den Bürgern wird unendliche Angst eingejagt, sodass die Beschneidung unserer Grundrechte völlig gerechtfertigt erscheint. Kritische Stimmen von renommierten Wissenschaftlern kommen sowohl in der Presse als auch im Fernsehen nicht mehr zu Wort. Dagegen wollen wir uns wehren! Deshalb gingen wir letzten Samstag zur Mahnwache „Querdenken 711“ nach Stuttgart. Es waren circa 5000 bis 6000 Demonstranten dort, die sich friedlich verhielten, sodass keinerlei polizeiliche Maßnahmen notwendig waren.

Warum werden wir von Herrn Molitor als „maulende Bürger“ bezeichnet? Das bedeutet doch im Umkehrschluss: Wer sein Recht auf freie Meinungsäußerung nicht wahrnimmt und alles schluckt, nur der ist ein mündiger Bürger. Dagegen wehren wir uns entschieden! Warum soll eine Demonstration für die Wiederherstellung unserer Freiheitsrechte eine „Frechheit“ sein? Warum bezeichnet Herr Molitor das Bundesverfassungsgericht als „Gericht über den Wolken“? Er schrieb außerdem: „Ein Großteil derer, die an diesem Samstag zum Wasen ziehen, verwechselt Demonstration mit Provokation und läuft im Schlepptau von linken Aktivisten, radikalen Impfgegnern, rechten Verschwörungstheoretikern und kreativen Kapitalistenkritikern mit.“

Wir fragen uns, woher weiß Herr Molitor das im Voraus? Hat er sich als seriöser Journalist am Samstag ein realistisches Bild vor Ort gemacht? Wir waren dort und können die Behauptungen in keiner Weise bestätigen. Wir erwarten von Herrn Molitor, sachlich und kritisch zu berichten und mündige Bürger nicht zu verunglimpfen!

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