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Mountainbiker suchen Herausforderungen

05.12.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Tobias Buschbacher, NT-Neckarhausen. Zum Artikel „Beschwerden über Radfahrer nehmen zu“ vom 28. November. Im Vorfeld will ich mich von den von Herrn Höhn gesichteten „schwarzen Schafen mit Spaten“ distanzieren. Wilder, illegaler Trailbau steht ausdrücklich nicht im Interesse vernünftiger Waldnutzer. Waldnutzer deshalb, weil die Unterteilung in gute Wanderer und böse Mountainbiker Stereotype erschafft und schlicht unsinnig ist. Es gibt verantwortungsvolle Waldnutzer und nicht verantwortungsvolle – auf beiden Seiten.

Wie in jedem Sport suchen auch wir Mountainbiker Herausforderungen, diese liegen nicht im Befahren von Forstwegen. Wir suchen natürliche Strecken, die schwierig zu befahrende Untergründe aufweisen. Das Problem ist meines Erachtens die unterschiedliche Wahrnehmung des Trails von Wanderern und Bikern. Mountainbiker fahren, dem Selbsterhaltungstrieb geschuldet, vorausschauend. Dies sollte ihm/ihr bei einer Begegnung auch zugetraut werden. Dass es noch nicht zu tödlichen Unfällen gekommen ist, mag auch daran liegen.

Auch werden im Artikel „Bikeparks“ erwähnt. Ich bezweifle, dass der Verfasser jemals in einem solchen war. Einige Erdhügel zusammenzuschieben ist kein Bikepark! Ein Bikepark steht für abfahrtslastige Trails, hoch geht’s samt Rad per Lift. So etwas gibt es in der Region nicht. Punkt. Es ist Zeit, dass sich Mountainbiker, Forstämter und Umweltverbände an einen Tisch setzen, statt immer nur dem anderen Lager Uneinsichtigkeit vorzuwerfen. Man schaue zum Beispiel nach Freiburg, wo wirklich gute Angebote für modernes Mountainbiken geschaffen wurden. Man schaue sich das Prinzip des „Trailcenter“ an, welche in England sehr erfolgreich sind. Man schaue in Länder mit modernem „Wegerecht“ wie die Schweiz. Man traue sich Experten, zum Beispiel der Firma „Velosolutions“ zu Planungen hinzuzuziehen, um urbane Angebote zu schaffen. Erst dann kann von Lösungswillen gesprochen werden. Mit einem langwierigen, teuren und ohne Mitwirken der Nutzer gestalteten Prozess, einzelne, unzusammenhängende Strecken zu legalisieren, ist keinem geholfen. Weder der Natur noch den Mountainbikern und schon gar nicht den Förstern und Ämtern, die den Arbeitsaufwand und die Kosten tragen. Der Appell geht sowohl an Mountainbiker als auch an alle anderen: Respekt und Rücksicht nicht nur fordern, sondern auch selbst dazu bereit sein!

Leserbriefe

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