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Mir tun die vielen Pannenhelfer leid

15.02.2014 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Johannes Rau, Nürtingen. Zum Artikel „Gelber Engel im freien Fall“ vom 11. Februar. Wieder einmal hat ein Skandal ein prominentes Opfer gefordert. Der Ablauf war der gleiche wie immer in solchen Fällen: Nur scheibchenweise rückte man mit der Wahrheit heraus. Ein erstes Opfer war schnell gefunden. Im Fall des ADAC war es der Kommunikationschef Michael Ramstetter. Der Präsident Peter Meyer selbst wehrte sich gegen seinen Rücktritt. Erst viel zu spät reichte er diesen ein und kam damit einem Rauswurf zuvor.

Nach wie vor spannend bleibt die Frage, weshalb bei der Wahl des „Gelben Engels“ so eklatant manipuliert wurde. Es ist kaum vorstellbar, dass dies nur aus Spaß an der Manipulation von Zahlen und Fakten erfolgte. Sind hier nicht doch irgendwelche Gelder geflossen, um die gewünschten Ergebnisse zu erzielen? Die Recherchen unserer Medien werden hier sicherlich noch einiges ans Tageslicht bringen. Und das ist auch gut so.

Von einem professionellen Krisenmanagement war und ist beim ADAC nichts zu spüren. Traurig stimmt es mich, dass es überhaupt zu diesem Fall kommen konnte. Mir tun in diesem Zusammenhang die vielen Helfer des ADAC leid, die täglich im Einsatz sind und gute Arbeit leisten. Sie haben es wirklich nicht verdient, dass die gute Arbeit des ADAC durch dubiose Machenschaften an höherer Stelle in Misskredit gebracht wird.

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