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Ministerium ist nur suboptimal aufgestellt

18.01.2019 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Ruben All, Leinfelden-Echterdingen (GEW-Vorsitzender Nürtingen). Zum Artikel „Wir sind noch nicht optimal aufgestellt“ vom 11. Januar. Digitale Bildung im Unterricht: suboptimale Rahmenbedingungen „Wir sind noch nicht optimal aufgestellt!“. Dieser selbstkritischen Aussage von Kultusministerin Eisenmann an der Burgschule Köngen können wir als Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) nur zustimmen. Allerdings würden wir die Aufstellung des Ministeriums eher als „suboptimal“ bezeichnen. Stefan Fulst-Blei, der bildungspolitische Sprecher der SPD-Landtagsfraktion, spricht sogar von „Bankrotterklärung“. Diese drastische Kennzeichnung bezieht sich weder auf die noch nicht flächendeckende Ausstattung mit Hardware noch auf das mangelnde Engagement der Schulbuchverlage in diesem Feld.

Die Opposition im Landtag und wir als GEW reden vom gescheiterten Projekt „Ella“ – der digitalen Bildungsplattform für Schüler, Eltern und Lehrer in Baden-Württemberg. Über die „Elektronische Lehr- und Lernassistenz“ (Ella) sollten unter anderem Lehrkräfte miteinander kommunizieren können, um zum Beispiel Unterricht vor- oder nachzubereiten. Dokumente, Bilder und Videos sollten über eine Cloud heruntergeladen, bearbeitet und geteilt werden können. Im Februar 2018 wurde der geplante Start des Projekts wegen technischer Probleme verschoben. Im September 2018 stellte die Landesregierung das Scheitern von „Ella“ fest.

Das Projekt müsse neu ausgeschrieben werden, verkündete Kultusministerin Eisenmann. An den „externen Dienstleister“, von dem sich das Land getrennt hat, sind mindestens 6,5 Millionen Euro geflossen. Versprochen war im Rahmen von „Ella“ auch die Einführung dienstlicher E-Mail-Adressen. Das Kultusministerium muss nun wenigstens die Zeit nutzen und Lehrkräften – vor allem in Zeiten der DSGVO – endlich eine datenschutzkonforme Möglichkeit der Kommunikation schaffen.

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