Schwerpunkte

Leserbriefe

Lieber Lärm der A 8 und Streuobstwiesen

08.07.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Corinna van Heiß, Köngen. Zum Artikel „Lärmschutz hat viel Facetten“ vom 3. Juli. Ich bin unvoreingenommen zu dieser Veranstaltung gegangen. Die Informationen waren umfangreich, aber für mich gleichzeitig erschreckend. Dass in der Nähe meines Hauses eine Erddeponie, unter dem Deckmantel eines Lärmschutzwalls, mit 44 Metern Breite, 14 Metern Höhe und 1,8 Kilometern Länge gebaut werden soll, hat mich schockiert. Werden da unsere schützenswerten Streuobstwiesen mit ihrer einzigartigen Flora und Fauna zur billigen Entsorgung von belastetem Abraum geopfert?

Ich werde das Gefühl nicht los, dass uns jemand diesen Lärmschutzwall zu positiv darstellt. Was passiert mit den Tierarten, die schon immer dort gelebt haben? Umsiedlung ist das Zauberwort. Dies funktioniert leider meist nur in der Vorstellung derer, die von dem anderen Bauwerk profitieren. Noch schlimmer ist das Ganze vor dem Hintergrund des weiteren Landverbrauchs auf der anderen Seite der Autobahn wegen der neuen Bahntrasse. Was passiert mit dem Kleinklima in diesem Gebiet? Wie verhält sich dieses Bauwerk bei den in letzter Zeit auftretenden Starkregen und wie wird es bei normalen Niederschlägen entwässert? Wie wird für den Lärmschutz während der Baumaßnahmen gesorgt? Fragen, auf die es keine oder nur unzureichende Antworten gibt.

Ich möchte an die betroffenen Anwohner appellieren, sich zu wehren und die Klärung der offenen Fragen zu 100 Prozent einzufordern. Ich für meine Person lebe lieber mit dem Lärm der A 8 und den Streuobstwiesen mit ihren tierischen Bewohnern, als mit neun Jahre Baulärm und Baudreck und einem riesigen Erdwall vor meiner Nase und hoffe, dass ich mit dieser Meinung nicht alleine stehe.

Leserbriefe

Eine gute Zukunft für die Stadt Aichtal

Dieter Weiler, Aichtal-Aich. Aichtal kann mehr. Jeder darf seine Meinung äußern, aber die Mitglieder des Gemeinderats nicht? Ich bin der Meinung, dass die Stadträte das Recht haben, öffentlich zu sagen, wen sie bei der Bürgermeisterwahl unterstützen wollen. Und sie haben die Pflicht, die Bürger…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe