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Leider keine Bürgerversammlung

03.04.2021 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Sven Rahlfs, Frickenhausen. Zum Artikel „Alter Sportplatz in Frickenhausen: Anwohner bringen viele Einwände vor“ vom 25. März. Ich wundere mich über so viel Ignoranz gegenüber den Bürgerinnen und Bürgern bei der Frickenhäuser Verwaltungsspitze und den Gemeinderatsfraktionen der CDU und der Freien Wähler. Bürgernähe und Bürgerfreundlichkeit scheint bei diesen etwas zu sein, über das gerne gesprochen und das gerne versprochen wird. Dabei soll es aber bleiben, bloß keine Taten den Worten folgen lassen! Wie bei der kürzlichen Erhöhung des Wasserzinses und der Grundsteuer zeigte sich nun erneut bei der Planung des Baugebiets „Alter Sportplatz“, dass Bürgernähe nur ein Lippenbekenntnis ist. Wie sonst ist es zu erklären, dass Bürgermeister, CDU und Freie Wähler (Ausnahme Gemeinderat Jansen) den Antrag der SPD-Fraktion, eine erneute Bürgerversammlung zu veranstalten, abgelehnt haben?

Insgesamt gab es 72 Seiten Einwände und Bedenken. Das zeigt, dass es Redebedarf gibt. Stattdessen werden diese in der Gemeinderatssitzung mit einer neunseitigen Powerpoint-Präsentation „vom Tisch gewischt“. Bürgermeister Blessing begründete seine Ablehnung mit teilweise haltlosen Anschuldigungen und damit, dass man doch schon miteinander geredet hätte. Fälschungsvorwürfe und Klagen beim Umweltministerium von Seiten der Bebauungskritiker sind natürlich nicht die feine englische Art. Dennoch: Eine zusätzliche Bürgerversammlung hätte beiden Seiten (auch der Verwaltung) Gelegenheit gegeben, die Dinge richtigzustellen.

So bleibt nun vieles unausgesprochen und es kann nicht zur Aussprache kommen. Das ist nicht gut, so entsteht ungutes Klima im Ort und vor allem im neuen Baugebiet. Bürgernähe geht anders! Leider wiederhole ich diesen Satz nicht zum ersten Mal.

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