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Leserbriefe

Landschaftsverbrauch

04.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Jürgen Giesel, Nürtingen. Auf der Internetseite www.nuertingen.de/apfelsaft.html ist zu lesen: Streuobstwiesen sind ein kulturelles Erbe unserer Region. Sie machen den besonderen Charakter unserer Heimat aus und haben Land und Leute geprägt. Gleichzeitig handelt es sich dabei um Flächen von besonders hohem ökologischem Wert. Dennoch bezieht die Stadt Nürtingen an mehreren Stellen Streuobstwiesen in ihre Ausbaupläne mit ein. Zum Beispiel in Hardt (wo eine große statt einer kleinen Lösung kommen wird) und im Gänslesgrund. Bauvorhaben auf der grünen Wiese, trotz Maßnahmen zur Innenentwicklung/Nachverdichtung und Schaffung zeitgemäßen Wohnraums im Stadtgebiet (zum Beispiel Lampertplatz, Schöll-Areal, Braike, Wörth-Areal alleine bei Letzterem bis zu 100 Wohneinheiten) sowie aktuell oder anstehend die Abrundung und Erweiterung verschiedener Stadtteile (Säer, Enzenhardt, Reudern oder Neckarhausen).

Das alles bei stagnierender Bevölkerungszahl in Baden-Württemberg mit der Voraussage eines Bevölkerungsrückgangs. So wird gemäß Berechnungen des Statistischen Bundesamts 2050 in Baden-Württemberg die Wohnbevölkerung unter dem Niveau von 2001 liegen, wobei der Anteil der über 60-Jährigen deutlich höher sein wird als heute. Wohnbebauungsvorhaben nach klassischem Muster und auf der grünen Wiese scheinen daher wenig vorausschauender Planung zu entspringen. Für den Landkreis Esslingen erwartet das Statistische Landesamt Baden-Württemberg bereits für 2025 einen Bevölkerungsrückgang von 0,5 Prozent verglichen mit 2005. In allen Nachbarkreisen fällt der Rückgang deutlicher aus, besonders in Stuttgart (-3,4%). Und dieser Wandel kommt schneller als ursprünglich gedacht. Im November 2006 war in der Nürtinger Zeitung zu lesen, dass bereits ab 2009 die Einwohnerzahl in der Region Stuttgart abnehmen wird. Frühere Prognosen waren von 2011 ausgegangen. Wer soll in Zukunft diesen ganzen Wohnraum nutzen? Oder werden wir dann in wenigen Jahrzehnten wie schon heute in den neuen Bundesländern ganze Straßenzüge wieder einebnen?

Leserbriefe

Gut dotierte Beamtenposten

Albrecht Dürner, Neckartailfingen. Zum Artikel „Lukrative Beamtenstellen“ vom 4. Mai. Ein sehr zweifelhaftes Vorgehen der noch amtierenden Bundesregierung wird beschrieben.

Schaffung von zusätzlichen B 8-Besoldungsstellen – 71 an der Zahl – dotiert mit mindestens 8300 Euro monatlich, eher…

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