Leserbriefe

Klimawandel: Die Fakten belegen ihn

03.12.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Reinhardt, Neckartenzlingen. Zum Leserbrief „Interpretationen zum Klimawandel“ vom 23. November. Je weniger einer weiß, je weniger er sich vielfältig informiert, desto sicherer ist er in seinem Urteil. Nur wer absolut einseitige Nachrichten und Meinungen an sich heranlässt, kann heute noch den menschengemachten Klimawandel leugnen.

Natürlich gibt es Meldungen und Bücher, die immer noch den Klimawandel leugnen – sogar ein amerikanischer Präsident, der Lügenmeister, gehört dazu. Aber das macht die Leugnungen nicht wahrer. Dass das Eis der Polkappen beängstigend schnell schmilzt, dass in den Bergen die Gletscher rapide kleiner werden, die immer häufigeren Wetterextreme, die die Zeitungen füllen, die immer häufigeren Überschwemmungen ebenso wie die offensichtlich zunehmenden Trockenperioden – kann irgendein vernünftiger Mensch all das außer Acht lassen?

Das verstehe wer will. Es ist richtig, dass es schwerer zu beweisen ist, dass all das menschengemacht ist – die Welt ist für großräumige, exakte wissenschaftliche Versuche in dieser Richtung einfach zu groß – und zu vielfältig. Aber inzwischen gibt es doch eine solche Fülle von eindeutigen Hinweisen, dass die CO2-Belastung der Atmosphäre – die doch wohl niemand leugnen kann, sie ist eindeutig messbar – zur Erderwärmung beiträgt, dass die Wahrscheinlichkeit von anderen Ursachen deutlich unter fünf Prozent zu liegen scheint.

Wer all das, wie der derzeitige amerikanische Präsident, immer noch abstreitet, der ist entweder derart unterinformiert, dass man nur den Kopf schütteln kann – oder er will ganz bewusst mit Lügen Verunsicherungen schaffen. Für Letzteres spricht die Behauptung eines Leserbriefschreibers vom letzten Wochenende, der im Ton des unumstößlichen Wissens behauptet: „In Amerika glaubt niemand an den Klimawandel.“ Liest dieser Schreiber keine Zeitungen? Dort können wir immer wieder lesen, wie heftig in Amerika über diese Frage gestritten wird. Weiß er es wirklich nicht besser? – oder schmiert er uns ganz bewusst Unsinn aufs Brot? Ich weiß es nicht.

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