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Leserbriefe

Kann die Eindrücke nicht bestätigen

16.05.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Barbara Kromer, Nürtingen. Zum Leserbrief „Nicht mehr Patient, sondern nur noch Fall“ vom 11. Mai. Im vergangenen Februar wurde auch ich im Klinikum Kirchheim aufgenommen. Ich musste gut zwei Wochen stationär bleiben und kann die Angaben von Frau Hofstadt nicht bestätigen. Dass es vor allem in den Nasszellen zeitweise in manchen Ecken nicht gerade mikroskopisch sauber war, kam vor, aber nur ausnahmsweise. Dass die Zimmer insgesamt nicht sauber gewesen seien, kann ich nicht nachvollziehen. Ich habe nur meines gesehen, und das war in der Regel sauber. Mein Bett wurde mehrmals täglich gemacht. Außerdem: Dass man nachts immer wieder keine Ruhe findet, ist in einem Krankenhaus ja eigentlich nichts Außergewöhnliches. Dort liegen nun mal Menschen, die Hilfe brauchen und dies oft rund um die Uhr. Auch ich gehörte zu ihnen, denn aufgrund meiner Erkrankung durfte ich mein Bett ohne fremde Hilfe nicht verlassen und war deshalb gezwungen, mehrfach zu klingeln, was dem Schlaf meiner Bettnachbarinnen sicherlich auch nicht förderlich gewesen sein dürfte.

Was die Erfahrungen der Leserbriefschreiberin in der Notaufnahme betrifft: auch hier habe ich anderes erlebt: ich selbst bin dort, auch bei nachfolgenden Krankenhausaufenthalten, ausschließlich freundlich und höflich behandelt worden. Und dass ein Arzt, wie Frau Hofstadt schreibt, bei einem Body-Mass-Index von 25,4 auf den ersten Blick Übergewicht vermutet, ist meines Erachtens nachvollziehbar. Schließlich hat dieser Arzt seine Beobachtungen ja nicht in der Nürtinger Zeitung veröffentlicht.

Zum Vorwurf, das Pflegepersonal sei oft unfreundlich, wenig hilfsbereit und auch überlastet gewesen: Ob eine Nachtschwester mit 27 Patienten über Gebühr belastet ist, lässt sich von außen wohl kaum beurteilen. Natürlich habe auch ich im Kirchheimer Krankenhaus vereinzelt Menschen getroffen, bei denen ich den Eindruck hatte, sie hätten ihren Beruf verfehlt, aber erstens war das meine subjektive Wahrnehmung und zweitens passieren Fehler überall, wo Menschen arbeiten. Und schon Konrad Adenauer bemerkte treffend: „Wir müssen die Menschen nehmen wie sie sind, es gibt keine anderen“.

Leserbriefe

Grüne verbieten keine Einfamilienhäuser

Gerhard Härer, Aichtal-Neuenhaus. Zum Leserbrief „Das Ende des Einfamilienhauses“ vom 22. Februar. „Es ist einfach albern“ meinte Ministerpräsident Kretschmann dieser Tage, dass irgendjemand in Deutschland verbieten wolle, dass Menschen Einfamilienhäuser bauen dürfen. Und es ist nachweislich…

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