Leserbriefe

Kampf um die letzte grüne Oase

25.05.2019, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Thorsten Fink, Nürtingen. Wir Bürger der südlichen Braike zwischen Siebenbürgen- und Sudetenstraße wurden am Montag, 20. Mai, zu einer Infoveranstaltung eingeladen bei der uns eine Beschluss des Gemeinderats zur Bebauung unserer „Baumwiese“ vorgestellt wurde. Seitens der Stadtverwaltung gab es vorher keinerlei Anfragen oder Informationen an die Bürger.

Geplant ist eine viergruppige Kinderkrippe für insgesamt 40 Kinder. Im Bereich der Kita gibt es keine Gehsteige und die bestehenden Garagen sind samt Stellplätzen alle in privatem Besitz, können somit nicht als Stellflächen für die Eltern genutzt werden. Auf der vorhandenen Wendeplatte Kurzzeitparkplätze einzuzeichnen, kann nur kritisch betrachtet werden. Die Bedenken der Anwohner hinsichtlich zugeparkter Einfahrten, erhöhtem Verkehrsaufkommen und ein entstehender Durchgangsverkehr in den 2,8 Meter breiten Gassen zwischen den Reihenhäusern wurden von den Behörden relativiert. Hauptsächlich sind die entstehenden Verkehrsprobleme zu Bring- und Abholzeiten sowie die fehlende Grünfläche die Sorgenpunkte.

Die Grünfläche mit altem Baumbestand wird von den Anwohnern seit Generationen für Freizeit und Erholung genutzt, es ist kein brachliegendes Grundstück, sondern eine viel genutzte Spielfläche. Die einzige grüne Oase! Auch das Thema der Stellplätze für Erzieherinnen ist nicht vollständig geklärt, da sich die dafür bereitgestellte Fläche in der Sudetenstraße bereits in einer anderen Planung zum Projekt „Wasserfall“ als Parkfläche für Anwohner finden lässt! Überhaupt scheint die Kommunikation mit der Planung zu diesem neuen Baugrund neben der Hochschule, welches ebenfalls an die Sudetenstraße angrenzt bei der Gesamtplanung nicht berücksichtigt worden zu sein.

Wäre nicht eine Alternative die Kita im neu erschlossenen Gebiet einzuplanen? Es wurde auch nicht schlüssig erklärt warum gerade diese einzige und kleine grüne Oase als „beste Alternative“ ausgesucht wurde! Die vier Alternativgrundstücke wurden laut Gemeinderatsprotokoll nicht eingehend betrachtet. So soll zum Beispiel ein bestehender Parkplatz ganz in der Nähe nicht in Frage kommen? Dagegen wird in neu geplanten Wohngebieten, wie im entstehenden Quartier „Bergäcker“ viel Wert auf grüne Flächen und eine große Begegnungsstätte gelegt, in unserem Gebiet wird die letzte grüne Fläche versiegelt!

Leserbriefe

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