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Leserbriefe

Ist das gerecht?

10.07.2007 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Margret Löhr, Neckartenzlingen. Zum Artikel Spenden wird vereinfacht vom 7. Juli. Das Gesetz zur weiteren Stärkung des bürgerschaftlichen Engagements, das Steuerausfälle von insgesamt rund 400 Millionen Euro verursacht, beinhaltet wieder nicht die grundsätzliche politische Anerkennung vieler unentgeltlich ehrenamtlich geleisteten Arbeit, sondern bevorzugt die, die bereits Aufwandsentschädigungen (zum Beispiel Erhöhung Übungsleiterpauschale) erhalten und diejenigen, die ihre Geld-Spenden erhöhen an gemeinnützige Körperschaften.

Warum wurde der ursprünglich geplante Steuerbonus für Bürger, die rund 20 Stunden im Monat freiwillig und unentgeltlich alte, kranke oder behinderte Menschen betreuen, nicht ausgeweitet auf ebenso gleichwertige und wichtige Tätigkeiten wie zum Beispiel freiwillig und unentgeltlich für ein gesundes und preiswertes Mittagessen für Schüler zu sorgen organisiert von einem gemeinnützigen Verein? Nein, dieser Vorschlag wurde komplett gestrichen. Der Höchstbetrag für die Kapitalausstattung von Stiftungen aber verdreifacht und dadurch das Schlupfloch für Steuervergünstigungen Reicher vergrößert. Die vielen Personen, die seither rein ehrenamtlich viele Stunden für die Gemeinschaft tätig waren und sind, gehen leer aus. Ist das gerecht?

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