Leserbriefe

Insektenhotels bauen statt demonstrieren

23.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Joachim Braun, NT-Oberensingen. Zum Leserbrief „Die Regierung muss Druck aufbauen“ vom 12. November. Ich kann Herrn Jakob bei seinem Wunsch nach mehr Druck seitens der Regierung nur teilweise zustimmen. Es gibt ein gutes Streuobstwiesen-Konzept Baden-Württemberg. Man muss es aber auch umsetzen. Hier sind neben der Regierung auch die Städte und Gemeinden in Baden-Württemberg, aber auch die Lehrer in der Verantwortung.

Zum Thema Volksbegehren, natürlich ist es leicht zu unterschreiben und dann sagen „Ich habe auch unterschrieben“. Wer aber tut was dagegen? Wenn ich mir die Streuobstwiesen im Neckarraum anschaue wird mir schlecht. Fast überall total überalterte und tote Obstbäume. Die Städte und Gemeinden müssten auf die Besitzer zugehen und sagen wir pflanzen auf ihrem Grundstück neue Obstbäume und unsere Schüler übernehmen die Arbeit. Diese wäre sinnvoller, als freitags auf den Straßen rumzuhüpfen. Ebenso könnten die Schüler Insektenhotels bauen. Ein schönes Beispiel gibt es auf dem Lernpfad neben Ritter Sport in Waldenbuch.

Zum Insektensterben. Bis Anfang der Achtziger musste man nach 50 Kilometer Fahrt die Scheibe reinigen. Wenn man heute an einem Sommertag von Nürtingen aus über die Schwäbische Alb an den Bodensee fährt, dann bleibt die Scheibe sauber. Über die Ursachen lässt es sich streiten. 1985 hatten wir den Tschernobyl-Unfall, radioaktive Strahlung lässt Insekten sterben. Intensive Landwirtschaft mit Pestiziden trägt auch dazu bei. Genmanipulierter Mais übrigens auch. In der völlig übervölkerten BRD werden immer mehr die Landschaften zubetoniert. Die Windräder häckseln täglich Tonnen von Insekten und Vögeln. Wegen den riesigen Monokulturen finden die Bienen nur noch einseitige Ernährung. Diese Monoernährung schwächt das Immunsystem der Bienen und macht den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zur tödlichen Bedrohung.

Mobilfunknetze stören den magnetischen Orientierungssinn der Honigsammler so stark, dass diese den Rückweg zum eigenen Stock nicht mehr finden und das Bienenvolk in alle Himmelsrichtungen zerstreut wird. Der Rasen und auch die Wiesen werden zu oft gemäht. Nun kommt auch noch der Ruf von einigen Politikern, man solle auf landwirtschaftlichen Flächen im großen Stil Solaranlagen installieren. Stirbt die Biene, stirbt der Mensch, sagte einst Albert Einstein.

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Wasen-Pläne noch mal genau überdenken

Anke Gottschling, Nürtingen. Zum Artikel „OB legt sich für die Wasen-Pläne ins Zeug“ vom 28. November. Ich und meine zwei Kinder wohnen sehr gerne in Nürtingen am Neckar. Mit Erschrecken habe ich kurz vor der Sitzung am 26. November im Rathaus und dann auch dort von den Plänen für den Wasen…

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