Leserbriefe

Ideologische Scheuklappen

23.11.2019 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hartmut Schewe, Aichtal-Neuenhaus. Zum Artikel „Ein Weckruf“ vom 8. November. Die Anschuldigungen der USA/NATO gegen Russland haben alle einen kleinen Fehler: Keine einzige ist bis heute belegt! Belegt dagegen sind zahlreiche Angebote Putins an den Westen zu friedlicher Zusammenarbeit. Keines wurde beantwortet. Bei dieser westlichen „Friedenspolitik“ kann nur noch Propaganda helfen.

Bereits im April 1967 (Vietnamkrieg) erfand die CIA den Begriff „Verschwörungstheorie“, später folgte „postfaktisch“ und Ähnliches. Obwohl diese Begriffe völlig sinnfrei sind, spielen sie in der Propaganda eine wichtige Rolle. Sie sollen Andersdenkende in die Ecke der für Russland nützlichen Idioten stellen. Nach dem Motto: „Ach ja, der/die schon wieder.“ Ganz in dieser Tradition verfährt der Kommentator mit „törichte Deutung“, „dummes Zeug“. Statt sich näher mit dessen Text zu befassen, sei Professor Dr. Roberts zitiert, Staatssekretär im US-Finanzministerium unter Reagan und dessen Berater: „Das Image der USA als Kriegstreiber ist kein Propagandaimage, das von den Feinden des Westens geschaffen wurde, sondern das Bild, das der Westen von sich selbst geschaffen hat.“ Oder ein externer Text: „Seit Jahren prangert Roberts die anhaltenden Kriegsverbrechen der US-Regierung und seiner Verbündeten an, die unersättliche Gier der Machthaber nach Profit und internationaler Hegemonie“. Roberts: „Mit ihrer Politik öffnen die USA dem Dritten Weltkrieg Tür und Tor!“ und dann: „Die Europäer müssen die NATO abschaffen, wenn die Welt und die Europäer selbst überleben wollen.“ Zu denselben Ergebnissen wird jeder nach eigenen Recherchen am PC und leicht erreichbarer Literatur kommen, sofern ideologische Scheuklappen abgelegt werden.

Leserbriefe

Wasen-Pläne noch mal genau überdenken

Anke Gottschling, Nürtingen. Zum Artikel „OB legt sich für die Wasen-Pläne ins Zeug“ vom 28. November. Ich und meine zwei Kinder wohnen sehr gerne in Nürtingen am Neckar. Mit Erschrecken habe ich kurz vor der Sitzung am 26. November im Rathaus und dann auch dort von den Plänen für den Wasen…

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