Leserbriefe

Hauk und Rülke auf verlorenem Posten

27.07.2012, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Udomar Rall, Nürtingen. Zum Artikel „Don Kretschote kämpft“ vom 19. Juli. Da hat die Opposition wohl einen Knick in der Linse. Traurige Gestalten sind doch eindeutig die weit abgehängten Ignoranten wie Hauk und Rülke, die von Ökologie so viel verstehen wie ein Fass Altöl. Hauk hat das auch als Landwirtschaftsminister gezeigt. Überhaupt begreifen CDU und FDP die Zeichen der Zeit und deren Bedeutung für unsere Wirtschaft immer noch nicht, tappen fantasielos im Dunkel der Vergangenheit. Sie sind es, die gegen „Windmühlen und Sonnenstrahlen“ kämpfen und damit auf verlorenem Posten stehen.

Mich stört, dass immer wieder von den hohen Kosten infolge der EEG-Umlage gesprochen und die Unterstützung für Investitionen in die Photovoltaik kritisiert wird. Dass der Steuerzahler jahrzehntelang mit Milliarden für den risikoreichen AKW-Wahnsinn zur Ader gelassen wurde und auch noch viele Jahre für die milliardenschweren Folgekosten aufkommen soll, wird möglichst unter den Teppich gekehrt. Der Anschub für die Photovoltaik durch die Einspeisevergütung war die wahrscheinlich beste Maßnahme der bisherigen Energiepolitik, wenn auch keine billige. Aber die Impulse für Forschung, Entwicklung und Industrie sind äußerst wertvoll und unverzichtbar, sowohl aus ökologischer als auch wirtschaftlicher Sicht.

In nicht ferner Zeit wird die Solarstromerzeugung ungeahnte Bedeutung erreichen. Die Technik wird so günstig werden, dass sie sich jeder Häuslebauer und jeder Industriebau leisten kann. Vor allem im Kollektiv wird sich die Investition schnell amortisieren. Flächen, die bisher für eine Nutzung nicht in Frage kamen, werden plötzlich zu Energielieferanten. Nicht zur Freude der Stromkonzerne, da die dezentrale Erzeugung ihren schleichenden Tod bedeutet. Kein Wunder, dass sie sich gegen diese Entwicklung stemmen und ihre Interessenvertreter in der Politik mobilisieren. Bei den Stromtrassen wird es zu Verlagerungen kommen. Sonnenstrom aus der Sahara wird neben der Windenergie einen Teil der Energieversorgung stellen.

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