Leserbriefe

Grüne Gentechnik

05.07.2007, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Peter Schönhaar, Unterensingen. Zum Artikel Grüne Gentechnik verspricht Gesundheit vom 29. Juni. Der Pro-Gentechnik-Propagandaartikel zeigt zum wiederholten Mal die Methoden der Gentechnik-Industrie und der mit ihr auf das Engste verwobenen Politik und Forschung. Obwohl laut eigenen Angaben der BASF 80 Prozent der Bevölkerung gegen die grüne Gentechnik sind, wird ohne Unterlass behauptet, die grüne Gentechnik beseitige den Hunger in der Welt oder die grüne Gentechnik bringe gesündere Pflanzen hervor oder die Menschheit könne nur durch den Einsatz der Gentechnik überleben. Und massenweise wird noch anderer Unsinn dieser Art in allen Medien verbreitet.

Anders Denkende werden systematisch diffamiert, kriminalisiert und auf andere Weise mundtot gemacht. Bio-Bauern, die aus Verzweiflung und Angst vor dem Verlust ihrer Existenz die guten Genpflanzen ausreißen, werden durch passende Gesetze zu Verbrechern gemacht, kritische Journalisten und Forscher verlieren ihren Arbeitsplatz. Fernsehsendern wird mit dem Verlust von Werbeeinnahmen gedroht, wenn sie kritische Sendungen ausstrahlen wollen. Die Politik und alle Entscheidungsträger in der Verwaltung werden systematisch unterwandert und bestochen, indem man eigene Leute einschleust, die dann die politischen Entscheidungen und die Vorbereitung derselben in die gewünschte Richtung lenken. So manipuliert Monsanto in den USA nicht nur die Gene der Pflanzen im Kleinen, sondern nach der gleichen Methode gewissermaßen auch die Gene der US-Gesellschaft im Großen, indem zum Beispiel kritische Mitarbeiter der US-Zulassungsbehörden durch Einflussnahme auf deren Vorgesetzte entlassen und durch Monsanto-Mitarbeiter ersetzt werden. Man könnte das Makro-Gentechnik nennen. Das ist natürlich einfacher und billiger als der wissenschaftliche Nachweis der Unschädlichkeit.

Meine Bitte an alle Leser der Zeitung ist, wachsam zu sein und gut zu überlegen, welche Nahrungsmittel eingekauft werden. Noch gibt es Alternativen. Ich empfehle der Bevölkerung, sich zu informieren über die Machenschaften der Konzerne. Das geht sogar noch im Fernsehen, wenn auch nur morgens oder zu nachtschlafenden Zeiten auch Teil der Strategie. Filme wie Arme Sau, Leben außer Kontrolle oder Die Gen-Verschwörung am 12. Juli von 7.50 bis 8.35 Uhr im SWR sind empfehlenswert. Ich möchte dem Teil der Presse, der noch kritisch berichtet, danken und Mut machen, vor den Drohungen nicht einzuknicken. Von den Hochschulen und der Industrie muss der Nachweis der Unschädlichkeit ihrer Produkte durch Langzeit-Studien gefordert werden. Unterstützung brauchen Organisationen, die sich für eine kritische Prüfung der Gentechnik einsetzen.

Leserbriefe

Großer Forst und die Wahlen

Kuno Giesel, Nürtingen. Zum Artikel „Neuer Bauabschnitt sorgt für neuen Stau“ vom 21. Mai. „. . . zwischen Bahnhof und Nordtangente ging heute gar nichts mehr“. Man Stelle sich vor, Hugo Boss hätte doch auf dem Großen Forst gebaut und seine LKW-Flotte quält sich zusätzlich durch den Stau über…

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