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Griechen und Stuttgart?21

01.07.2011 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Rolf Löffler, Köngen. Die Bauarbeiten „Stuttgart 21“ und das Warten auf das Ergebnis des „Stresstests“ gehen weiter, begleitet durch Gewaltaktivitäten. Aus meiner Sicht gibt es unterschiedliche Kategorien von Gegnern und Demonstranten von Stuttgart 21: Die einen haben Bedenken bauseits. Bei anderen stehen die Kosten an erster Stelle. Dann gibt es Menschen, über die eine Welt zusammengebrochen ist, weil zu befürchten war, dass der Juchtenkäfer ausstirbt. Auch sieht man Eltern, die bereits ihre Kleinkinder und Säuglinge schon frühzeitig an vorderster Front in die harten Auseinandersetzungen bei Demonstrationen heranführen. Und zum Schluss noch die Gewaltbereiten, denen die Anlässe nicht vordergründig sind, und um die sich sehr schnell viele Menschen, sogenannte „Wutbürger“, scharen, die nur allzu gern als Trittbrettfahrer und Mitkämpfer auf den Zug der Gewalt aufspringen. Grün-Rot muss sich sagen lassen: Wer Wind sät (als Opposition), wird Sturm ernten (in der Regierungsverantwortung).

Jetzt wende ich mich aber der Gruppe zu, denen die finanziellen Belange des neuen Bahnhofs so arg am Herzen liegen. Müssen gerade wir im Südwesten den Gürtel enger schnallen, wo national und weltweit so viel Geld unnütz verplempert wird? Baden-Württemberg liegt beim Länderfinanzausgleich an der Spitze. Banken gingen bankrott. Gleich mehrere Staaten sind auf gewaltige finanzielle Transaktionen angewiesen. Der Steuerzahler trägt diese Lasten. Warum also nicht mal ein paar Milliarden „im Ländle“ lassen? Den Gegenwert hätten wir in Stuttgart wenigstens vor der Haustüre.

Die Messe Stuttgart hat sich nach jahrzehntelangem Hin und Her hervorragend bewährt und bietet mit der Anbindung an Autobahn, Bahn und Flughafen optimale Möglichkeiten. Wer kann zum Beispiel der griechischen Bevölkerung verdenken, dass sie nicht bereit ist zu sparen? Weil man weiß, die EU und an der Spitze Deutschland mit Angela Merkel wird das aus sehr hohem Eigeninteresse schon richten.

Dazu hätte ich doch noch einen praktikablen Vorschlag für die Gegner von Stuttgart 21. Wir verzichten auf Stuttgart 21 und schicken die dann noch übrig gebliebenen Milliarden nach Griechenland. Mit solch einem Geschenk wären wir in Griechenland stets herzlichst willkommen. Wir müssten uns allerdings mit einem Kleber „Oben bleiben“ als spendable Baden-Württemberger kennzeichnen – auf Hemd, auf Bluse oder T-Shirt.

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