Schwerpunkte

Leserbriefe

Green und seine Methoden

20.03.2008 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dietmar Parchow, Unterensingen. Zum Artikel Für ein neues Miteinander in Schulen vom 14. März. Hier wird für die Abkehr vom Einzelkämpfertum und für ein Teamgefühl, das Schüler nachhaltig motivieren soll geworben. Ich habe einiges von dem laut Bertelsmann-Stiftung als weltbester Schulentwickler ausgezeichneten Norm Green aus Kanada gehört und finde es richtig, alles zu versuchen, um die Unterrichtsqualität an unseren Schulen zu verbessern. Interessant ist, wie Lehrkräfte mit dieser Methode vertraut gemacht werden. In der Regel werden die Fortbildungen von einem Zweierteam mit Referenten veranstaltet, die Teilnehmerzahl ist mit knapp über zwanzig kleiner als die meisten Schulklassen.

Zwei Fragen würde ich gerne Herrn Green und den Anhängern seiner Methoden stellen: Welche Auswirkungen hat das frühe Selektionsverfahren in der vierten Klasse auf das kooperative Lernen? Selbst in der Schweiz wird erst nach der sechsten Klasse entschieden, welche Schullaufbahn für die Kinder geeignet ist.

Welche Auswirkungen für Greens Methode des neuen Miteinanders im Unterricht hat die personell nicht zufriedenstellende Ausstattung unserer Schulen? Wieso ist es im finanziell gut ausgestatteten Bundesland Baden-Württemberg möglich, dass Lehrer, obwohl krankgeschrieben, weiterarbeiten, um ihren Schülern die Vertretung durch schon voll ausgelastete Kollegen und Stundenausfall zu ersparen? Wieso stellt man keine arbeitswilligen und gut ausgebildeten Junglehrer ein? Ich stimme Schulrätin Karin Bogen-Dittrich zu, dass Unterrichts- und Schulentwicklung zum zentralen Standortfaktor wird.

Um dies zu erreichen, reicht eine Diagnose mittels der im Schulbetrieb gerade anlaufenden Evaluation (Qualitätskontrolle) alleine nicht aus. Die Therapie kann schon jetzt beginnen. Teamteaching auch in der Schule, mit zwei Lehrern in einer Klasse, würde es wie bei der Erwachsenenbildung für alle einfacher machen und bei Erkrankung oder Mutterschutz gäbe es nicht die seit Jahrzehnten bekannten Unterrichtsausfälle und Mehrbelastungen für die anderen Lehrer, welche sich nicht qualitätsfördernd auswirken. Außerdem würde eine Schule für alle (Gemeinschaftsschule) Norm Greens Konzept vom Kooperativen Lernen sicher fördern.

Leserbriefe

Die Konsequenzen bleiben nicht aus

Reinmar Wipper, NT-Roßdorf. Zu den Artikeln „Das andere Abitur“ und „Abitur in Ausnahmezeit der Pandemie“ vom 3. Mai. Seit Corona übertreffen sich Politiker und Medien sowie etwa 50 Millionen Virologen, Statistiker und Propheten darin, diese Krise gesund und zu einem guten Ende zu beten. Im…

Weiterlesen

Weitere Leserbriefe Alle Leserbriefe