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Gesundheitsgefahren in Kauf genommen?

29.10.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Gerhard Mayer, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Corona-Ausbruch in Nürtinger Flüchtlingsheim“ vom 23. Oktober. Es kam wie es kommen musste. Wenn es überhaupt ein Pandemiemanagement des Landkreises in der Unterkunft gab, dann war es nicht darauf ausgerichtet, die Gesundheit der Bewohner zu schützen.

Am 11. Oktober erhielt ich den verzweifelten Anruf eines Flüchtlings, dass sein Zimmernachbar positiv getestet ist, er selber negativ. Er wollte in ein anderes Zimmer. Da am Sonntag niemand erreichbar ist, bat ich den Sicherheitsdienst, ein nicht belegtes Zimmer aufzuschließen. Auch einen Arzt, den ich antraf, bat ich um Unterstützung. Beide lehnten ab, das sei allein die Entscheidung des Landkreises. Am 12. Oktober bat ich die Hausverwaltung per E-Mail und den Landrat persönlich per Fax den Nichtinfizierten zu ermöglichen, mit anderen Nichtinfizierten ein Zimmer zu teilen. Die schriftlichen und von Flüchtlingen persönlich vorgetragenen Bitten wurden einfach ignoriert.

Damit muss sich der Landkreis den Vorwurf gefallen lassen, die Ansteckung und Gesundheitsgefahren der Schutzbefohlenen wenn nicht absichtlich (wofür aber manches spricht), aber doch billigend in Kauf genommen zu haben.

Leserbriefe

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