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Leserbriefe

Gerede über Integrationsprobleme

15.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Lydia Hofstadt, Erkenbrechtsweiler. Zum Leitartikel „Volksverdummung“ vom 6. Oktober. In was für einem Staat leben wir, wenn man sich für eine Meinungsäußerung entschuldigen muss? Sieht so Demokratie aus? Werden wir zu einem Volk von Duckmäusern und Jasagern umerzogen? Ich hätte mir gewünscht, dass mehr Leser sich zu dem mutigen Artikel des Journalisten Rainer Wehaus geäußert und zugestimmt hätten. Leider fehlt es in unserem Land an mehr solchen Journalisten und Politikern, die den Mund aufmachen, so wie Herr Sarrazin, und auch dafür einstehen.

Das Gerede über Integrationsprobleme hängt einem zum Hals raus. Nach meiner Auffassung ist das kein Problem der Türken, vielmehr wird es von einigen, in der Regel Frauen, die sich damit profilieren wollen, hochgespielt.

Sie begreifen nicht, um was es in Wirklichkeit geht. Diese Menschen kommen aus einer völlig anderen Kultur und haben eine ganz andere Mentalität. Sie wollen im Grunde genommen nichts weiter als ein besseres Leben auf dem möglichst schnellsten und bequemsten Weg.

Ich erinnere mich noch an die Zeit, als die ersten Türken zu uns kamen. Das waren fleißige Leute, die sich schnell und gut verständigen konnten, obwohl es damals keine vom Staat bezahlten Sprachschulen gab. Sie hatten schnell begriffen, dass Sprachverständnis für ein Leben bei uns notwendig ist. Ich habe gerne mit ihnen Geschäfte gemacht, sie waren zuverlässig und haben ihre Kredite ordnungsgemäß zurückgezahlt.

Dies wurde leider mit den nachfolgenden Generationen anders. Mit dem Zuzug der Frauen und dem Geburtenanstieg wurden Forderungen an die Kommunen und unseren Staat gestellt.

Mir ist noch gut in Erinnerung, als ein türkischer Mann mit einem Gutschein der Stadt Nürtingen für ein Kinderbett und eine Erstausstattung für sein neuntes Kind zu uns kam und mich bat, ihm das Geld auszuzahlen. Auf meinen Hinweis, dass er damit in einem entsprechenden Geschäft einkaufen könne, erklärte er mir, dass er für das Kind nichts brauche, „ Kind schläft bei Mutter“, er aber einen Fernseher brauche. Es fiel mir sehr schwer, höflich zu bleiben. Übrigens ist dieser Mann nie einer Arbeit nachgegangen und ich denke, er ist kein Einzelfall.

Leserbriefe

Impfpflicht leider ausgeschlossen

Peter Främke, Neckartailfingen. Zum Artikel „Noch zu früh“ vom 26. Februar. Es ist ein sehr gewagtes „leider“ im letzten Satz des Kommentars „Noch zu früh“ von Markus Grabitz – Zitat: „Die Bundesregierung hatte ja eine Impfpflicht – leider – ausgeschlossen“: Als Journalist sollte ihm bekannt…

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