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Leserbriefe

Gegen Hitler und den Krieg

30.10.2009 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hellmut Kuby, Nürtingen. Am 8. November 1939, zwei Monate nach dem deutschen Überfall auf Polen, mit dem der Zweite Weltkrieg begann, zerstörte eine Bombenexplosion den Münchner „Bürgerbräukeller“. Hitler, der so getötet werden sollte, überlebte, weil er die Veranstaltung früher als geplant verlassen hatte. Dieses Ereignis beschäftigt seitdem, also seit 70 Jahren, die damaligen Zeitgenossen und (bis heute) die Historiker. Diese Geschichte ist ein außerordentlicher Kriminalfall, ein trauriger. Traurig nicht nur deshalb, weil das Attentat missglückt ist (hätte der Krieg mit dem Tod Hitlers 1939 einen anderen Verlauf genommen?), sondern weil man nicht glauben will, dass Georg Elser (damals 36 Jahre alt) allein das Attentat geplant und ausgeführt hat. Während andere (viel später aktive) Verschwörer in der Bundesrepublik verehrt werden, wurde Elser lange nicht als Widerstandskämpfer anerkannt. (Noch 1991 wird er zum Beispiel in einem Personenlexikon des 20. Jahrhunderts unter 5000 Namen nicht genannt!). Der Süddeutsche Rundfunk Stuttgart verdient Dank, weil er bereits 1969 (zum 30. Jahrestag) den Fernsehfilm „Der Attentäter“ in Auftrag gegeben hat. Wie bereits in der Nürtinger Zeitung angekündigt, wird dieser Film am Sonntag, 8. November, um 11 Uhr in einer Matinee im Rahmen der Friedenswochen gezeigt, allerdings nicht im Kinopalast, sondern als DVD im evangelischen Jugendhaus in der Steinenbergstraße. Die Veranstaltung wird dadurch noch interessanter, weil der beste (davon bin ich überzeugt) Kenner des Elser-Komplexes, Hellmut G. Haasis, sein Kommen zugesagt hat. Der Publizist und Rundfunkautor aus Reutlingen hat seine Elser-Biografie von 1999 „Den Hitler jag ich in die Luft“ aufgrund weiterer Forschungen in den vergangenen zehn Jahren ganz umgearbeitet und stark (von 280 auf 400 Seiten) erweitert. Ein hochinteressantes Buch.

Leserbriefe

Kuckuckseier vom Nürtinger Osterhasen

Egon Eigenthaler, NT-Oberensingen. Zum Artikel „Galgenbergpark: Kompromiss gefunden“ und zum Kommentar „Rücksicht nehmen“ vom 8. April. Wie, von CDU Stadtrat Kunzmann zur Wahl eröffnet, darf man in Nürtingen jetzt wieder „Klartext“ sprechen. Kein „Schönreden“, kein Vernebeln, und auch kein…

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