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Gedanken zur Feier des Abendmahls

04.06.2013 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Dr. Gerhard Steigerwald, Nürtingen. Ist die Fronleichnamsprozession im Zeitalter der Ökumene nicht eine Provokation? Zur Einheit der Kirchen trägt es bei, wenn jede Kirche das einbringt, was ihr für die Feier des Abendmahls wichtig ist.

Die katholische Kirche will bezeugen, dass der auferstandene Christus in seiner Menschenliebe so weit geht, sich selbst mit Leib und Blut beim Abendmahl uns zu schenken. Nicht ein Stück geweihtes Brot wird durch die Stadt getragen, sondern Christus selbst, der sich in der Gestalt des Brotes den Menschen als ihre Hoffnung und ihr Heil anbietet.

In der evangelischen Kirche kann nachdenklich machen, dass man beim Empfang des Abendmahles einen Kreis bildet, um so zu zeigen, dass der Leib des Herrn eine Quelle gegenseitiger Liebe ist, die man im Alltag gegen alle Widerstände verwirklichen soll. Manche Freikirchen machen die ständige Teilnahme an ihrem Abendmahl von der Mitgliedschaft in ihrer Kirche abhängig und bekunden damit, dass der Empfang des Abendmahls Ausdruck des Glaubens und des Abendmahlsverständnisses der jeweiligen Kirche und ihrer Einheit ist.

Andererseits droht nach den Worten eines früheren Abtes der Benediktinerabtei Stift Neuburg heute die Gefahr, dass Christen das Abendmahl wie ein Partyhäppchen einnehmen und übersehen, dass sein heilbringender Empfang an Voraussetzungen gebunden ist: an eine lebendige Beziehung zu Gott in Vertrauen, Gebet und Mitmenschlichkeit. Bösartigkeiten, Zerwürfnisse, menschliche Zerstörungen, Unversöhnlichkeit und Verleumdungen passen ohne Umkehr nicht zum Empfang des Leibes Christi. Christus will uns an der Fülle des Lebens teilhaben lassen. Das hat auch seinen Preis.

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