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Für Stuttgart 21 zahlt auch die Region

25.08.2010 00:00, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Wolfgang Braun, Schlaitdorf. Zum Bericht „Menschenkette um den Hauptbahnhof“ vom 14. August. Stuttgart 21 – was geht’s uns an. Wir wohnen schließlich in Nürtingen, Wendlingen, Frickenhausen . . .? Irrtum! Auch wir, die Bewohner des Umlands, werden für Stuttgart 21 bezahlen und somit auch Verzicht leisten müssen! Neben Hartz-IV-Empfängern und Geringverdienern sind die Kommunen Opfer der Finanzkrise. Insgesamt muss die Region Stuttgart 100 Millionen Euro beisteuern. An diesem Beitrag muss sich jede Kommune in der Region beteiligen. In vielen Gemeinden fehlt aber bereits heute das Geld für viele sinnvolle Maßnahmen wie Kinderbetreuung, Schulsanierungen, Kulturveranstaltungen sowie Kulturunterstützung, Programme für die Jugend, die Förderung und Durchführung von Umweltmaßnahmen et cetera.

Die Erfüllung all dieser Aufgaben der Kommunen würde durch den S21-Beitrag erschwert beziehungsweise verhindert. Dabei leiden die Kommunen schon heute an Geldmangel. Der drastische Rückgang der Einnahmen durch die Krise wäre also mit einer drastischen Erhöhung der Ausgaben verbunden.

Die Kommunen müssen die Beiträge zehn Jahre lang leisten. Wenn man den Gesamtbeitrag pro Kommune wissen möchte, muss man also die entsprechende Anzahl mit zehn multiplizieren. So zahlen zum Beispiel per annum: Kohlberg 7370 Euro, Neckartailfingen 12 850 Euro, Neckartenzlingen 23 259 Euro, Neuffen 17 704 Euro, Nürtingen 140 078 Euro, Schlaitdorf 5194 Euro, Wendlingen 58 113 Euro. Eine Erhöhung dieser Beiträge während der Bauzeit ist bei derartigen Projekten die Regel, da die geplanten Kosten nicht eingehalten werden!

Deshalb den Widerstand gegen S21 stärken – auch durch Bürger in Kohlberg, Neckartailfingen, Neckartenzlingen, Neuffen, Nürtingen, Schlaitdorf . . .

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