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Fridays for Future und der Große Forst

05.05.2020 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Eckhard Behnke, Nürtingen. Zum Artikel „Zweiter Bauabschnitt für Großen Forst in Planung“ vom 24. April. Manche von uns werden sich noch erinnern, wie im Jahr 2008 tausende Nürtinger auf dem Großen Forst demonstriert haben, um zu verhindern, dass diese landwirtschaftlich sehr wertvolle Fläche bebaut wird. Jetzt, zwölf Jahre später, lese ich, dass nun der zweite Bauabschnitt mit weiteren 13,5 Hektar in Planung ist. Das entspricht einer Größe von 13 Fußballfeldern! Da frage ich mich schon, ob das wohl noch in die heutige Zeit passt. Hat uns nicht erst die „Fridays for Future“- Bewegung in Erinnerung gerufen, was die Wissenschaft schon lange wusste: ein „weiter so“ mit unbegrenztem Wirtschaftswachstum und ständigem Flächenverbrauch führt direkt in die Klimakatastrophe!

Das Luftbild zeigt diese Ackerflächen und es zeigt auch, dass im bestehenden Teil längst noch nicht alles bebaut ist. Erste Firmen geben ihre reservierten Flächen zurück. Unsere Wirtschaft muss wegen der Klimakrise umsteuern: hin zu weniger Konsum und dafür mehr Nachhaltigkeit. Bei wachsender Erdbevölkerung werden landwirtschaftliche Flächen immer wertvoller. Erst recht wenn klimabedingte Ernteausfälle zum Beispiel durch zunehmende Trockenheit dazukommen. Der Große Forst besitzt sehr tiefgründige, fruchtbare Böden. Unsere heimische Landwirtschaft wird diese Flächen noch dringend brauchen. Zudem liegt hier eine wichtige Frischluftschneise für die Nürtinger Kernstadt.

Warum sollte man das alles aufgeben für ein Wirtschaftswachstum, das es in dieser Form nach der Coronakrise gar nicht mehr geben kann? Ich appelliere daher an unsere Entscheider, diesen Irrweg nicht weiterzugehen.

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