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Fluglärm: Weiter mit Geheimdiplomatie?

18.01.2022 05:30, — Artikel ausdrucken E-Mail verschicken

Hermann Wurster, NT-Hardt. Zum Artikel „Lärmgutachten zu alternativen Flugrouten“ vom 4. November 2021.

Nachdem am 20. Oktober 2021 unter Einbindung von MP Kretschmann zwischen der Fluglärmkommission und den von einer geänderten Flugroute betroffenen Kommunen die Erstellung eines Lärmgutachtens vereinbart wurde, ist es still geworden.

Für die Vergabe des Gutachtens an die Firma Accon wurde eine Arbeitsgruppe aus Mitgliedern der Fluglärmkommission und Vertretern der von einer Änderung betroffenen Kommunen eingerichtet. Das Gutachten soll bis zu der im März 2022 geplanten Sitzung der Fluglärmkommission vorliegen.

Aber wie sieht die Beauftragung der Firma Accon konkret aus? Welche Daten werden wie ermittelt? Wann wird das Gutachten vorliegen? Wann und wie wird das Ergebnis des Gutachtens veröffentlicht? Und zwar ohne geschwärzte Passagen! Alles Fragen, zu denen es aktuell keine Antworten gibt. Auf eine schriftliche Anfrage der Bürgerinitiative am 17. Dezember 2021 bei OB Bolay, dem Vorsitzenden der Fluglärmkommission, gab es keine Reaktion.

Soll die Geheimdiplomatie der Fluglärmkommission bei der Planung der neuen Flugrouten auch in 2022 fortgesetzt werden? Will man den Inhalt des Gutachtens geheim halten oder erst kurz vor der entscheidenden Sitzung der Fluglärmkommission der Öffentlichkeit präsentieren?

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